Aufgedeckt: Bertelsmann-Stiftung plädiert für Krankenhausschließungen – warum?

www.shutterstock.com, BlurryMe, 1012339696

Seit kurzer Zeit wird in Deutschland eine Studie der „Bertelsmann-Stiftung“ zitiert, wonach zahlreiche Krankenhäuser geschlossen werden sollten. Die Bertelsmann-Stiftung könnte möglicherweise nicht ganz neutral agieren. Dr. Brigitte Mohn ist sowohl im Vorstand der Bertelsmann-Stiftung wie auch im Vorstand der Rhön-Privatkliniken AG. Darüber berichtete nun die Seite „www.heise.de“. Ein Interessenkonflikt liegt nahe.

Cui bono?

Alte „Lateiner“ fragen typischerweise „Cui bono?“, „wem nützt es“? Die Studie jedenfalls hat einen bestimmten Zweck erfüllt. Sie wurde in Deutschland in größter Anzahl zitiert und verbreitet. Der Eindruck, der in der Öffentlichkeit entstanden sein dürfte: (Öffentliche) Krankenhäuser in zu großer Dichte und mit mangelnder Leistungsfähigkeit verursachen zu hohe Kosten.

Krankenhäuser sind nicht nur dieser Studie nach, sondern fast schon landläufiger Meinung entsprechend häufig „defizitär“. „Defizität“ ist allerdings kein naturgesetzlich messbarer Begriff, sondern in diesem Falle betriebswirtschaftliche Definition. Krankenhäuser erhalten aufgrund bestimmter Leistungsschlüssel bezogen auf ihre Fallpatienten Zahlungen von den Krankenkassen. Mit dem Geld arbeiten die Krankenhäuser offenbar in zahlreichen Fällen nicht wirtschaftlich genug, da sie Verluste erwirtschaften. Ob die Fallpauschalen gerechtfertigt sind oder auch nur sinnvoll, steht auf einem anderen Blatt.

Krankenhäuser haben offensichtlich auch andere Funktionen als die reine Wirtschaftlichkeit, die auf Planzahlen externer Stellen basiert. Es geht um die medizinische Versorgung, die unter anderen Gesichtspunkten zu bewerten ist – ob die dann „besser“ oder „richtiger“ sind, kann nicht an dieser Stelle „errechnet“ werden. Wer aber beispielsweise die „Landflucht“ beklagt und den Immobilienmangel in Großstädten, kann nicht auf der anderen Seite chronisch Kranke wie bspw. Dialyse-Patienten über viele Kilometer zur Behandlung schicken. Unabhängig von diesem Einschub gilt: Frau Dr. Mohn spricht als Vorstandsmitglied einer privaten Krankenhausgesellschaft durch ihre Stiftung über die öffentliche Konkurrenz. Und die Medien übernehmen die Aussagen zum Großteil einfach. Es läuft etwas falsch bei den Massenmedien. Lesen Sie hier weiter…

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen