Aufgedeckt: Daimler hoffte auf wichtige „Wirtschaftsflüchtlinge“ – der Witz, der daraus wurde

Quelle: Fishman64 / shutterstock.com

Daimler hatte durch den Vorstandsvorsitzenden Zetsche versprochen, es könne ein neues Wirtschaftswunder dank der Flüchtenden geben. Die sind immerhin in der Lage, den Mangel an Fachkräften zu beseitigen, freuten sich die Baden-Württemberger und erinnerten damit an die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, als etwa Italiener, Griechen und Türken nach Deutschland kamen. Zetsche hat sich vor Monaten gefreut. „Genau solche Menschen suchen wir bei Daimler“, meinte er. So, fragen Kritiker – ist es wirklich so gekommen?

Daimler stellt fast niemanden ein

Tatsächlich hat Daimler fast niemanden eingestellt. Die Autobauer warten exakt mit 40 Asylsuchenden auf, die ein „Brückenpraktikum“ absolviert haben bzw. erst begonnen haben. Das ist noch nicht einmal eine Vollzeitstelle gewesen, heißt es. Daimler verfügt über 6.500 Auszubildenden-Stellen. Der Anteil ist also mit weniger als 1 % unglaublich gering.

Daimler hat keine Flüchtenden eingestellt, lässt sich sagen. Das war nur Propaganda – oder unbeabsichtigte Täuschung? Denn schließlich haben die Daimler-Chefs sicher auch darauf gesetzt, die „Neuen“ seien qualifiziert. Zu Unrecht. Denn der Anteil von Menschen ohne „berufsqualifizierenden Abschluss“ soll in Deutschland bei gut 40 % liegen. Genau dies allerdings widerspricht dem Daimler-Versprechen offensichtlich. Darüber aber hat in den großen Medien kaum jemand berichtet. Offenbar ist es immer noch nicht durchgedrungen, dass die meisten Flüchtenden den Arbeitsmarkt nicht bereichern, sondern zunächst belasten werden – durch die hohe Nachfrage nach Arbeitsplätzen bei gleichzeitig vergleichsweise geringer Qualifikation.

Vielleicht benötigt die Industrie diese Arbeiter dennoch – um die Einkommen und Löhne zu drücken, argwöhnen die Kritiker. Gerade dann aber ist das Kämpfen für Flüchtende zumindest aus wirtschaftlicher Sicht offenbar ohne nennenswerte Änderungen in Deutschland schlichtes Lohn-Dumping.

Dass sich der Unmut regt, ist offenbar verständlich und wird sich in den kommenden Jahren sicherlich noch verstärken.



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1 Kommentar

  1. So dämlich kann doch kein Mensch sein – oder muss ich mich da jetzt doch eines besseren belehren lassen ?

    Ich meine, bei all dem Irrisnn den die Politik heutzutage verzapft kann doch niemand wirklich in der Öffentlichkeit behaupten, dass man Millionen “Flüchtlinge” in Éuropa einreisen lässt um darunter (ein paar) spezielle Fachkräfte zu finden die der deutschen Wirtschaft (Daimler pp.) gezielt helfen könnten … !?

    Wenn die “Industriebosse” wirklich so bescheuert sind das zu glauben oder davon auszugehen, dann wundert mich ehrlich gesagt in diesem Lande nichts mehr !

    Andererseits wäre das wohl die grösste “Ausrede” die jemals erfunden wurde…

    Mein bescheidener Tip ist :

    Schaut euch mal in diesem Land um und seht mit offenen Augen wieviele arbeitslose Jugendliche es gibt. Qualifiziert diese jungen Menschen und setzt sie in euren Betrieben ein – mit diesem (auch finanziell) sehr überschaubaren Aufwand könnte man in der Tat “Berge versetzen” (wenn man es denn wollte) und einen wesentlich effektiveren Weg schaffen qualifizierte Fachkräfte zu fördern und zu finden…

    Aber was sag ich da – das Ganze ist doch nur ein grosses Lügengebäude – und man muss endlose neue Lügen erfinden, damit das marode Kartenhaus nicht vollends zusammenbricht und die dann aus den Trümmern kriechenden Schuldigen von der breiten Masse als das erkannt werden was sie tatsächlich sind : Volksverräter !

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