Aufgedeckt: EU kostet Sparer in Deutschland 300 MILLIARDEN EURO

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Die Staaten innerhalb der EU haben hohe Zinsersparnisse erwirtschaftet. Durch Niedrigzinsen sind insgesamt fast 300 Milliarden Euro aus den Händen der Sparer in Deutschland in die Kassen der staatlichen Profiteure gelangt, so die DZ Bank nach einem Beitrag des „Handelsblatts“ am Mittwoch.

Niedrige Zinsen helfen überschuldeten Staaten

Die niedrigen Zinsen helfen vor allem den Staaten, die sich günstiger verschulden konnten. Seit 2009 sind die Zinsen innerhalb der EU ohnehin sehr niedrig – und in Deutschland sogar lächerlich niedrig. Wer heute bei den Banken sein Geld anlegt, bekommt so gut wie nichts.

Die DZ Bank verteidigt allerdings die Europäische Zentralbank (EZB): „Die niedrigen Zinsen wirken sich weiterhin ungünstig auf die Ersparnisbildung in Deutschland aus. Dies kann man aber nicht alleine der Europäischen Zentralbank (EZB) anlasten“.

Verantwortlich für die Einbußen sei auch die Vermögensstruktur in Deutschland. Da wir in Deutschland zu wenig in Immobilien und Aktien investieren würden, seien die Vermögen auch sehr anfällig gegen die niedrigen Zinsen. Diese Aussage ist so natürlich nicht richtig.

Die Meinung dieser Redaktion: Wer in Aktien investierte, hat in den vergangenen Jahren mit vielen Werten ebenfalls Probleme gehabt. Die Kurse sind in den vergangenen Jahren oft „nur“ um 5 % im Durchschnitt gestiegen. Im langjährigen Durchschnitt ging es aber um etwa 8 % nach oben. Insofern waren Aktien kein Wundermittel gegen die niedrigen Zinsen. Immobilien zu kaufen bringt in Deutschland zudem weniger als in anderen Ländern. Wer hier investiert, kettet sich an immer neue Vorschriften, Gebühren und Steuern des Staates. Wer in Immobilien investiert hätte, würde also jetzt zwar höhere Preise für sich verbuchen können, aber nur solange, wie nicht „alle“ verkaufen. Die Preisblase wird noch platzen.

Unter dem Strich hat der niedrige Zins sehr viel Geld gekostet. Noch einmal: Fast 300 Milliarden Euro in Deutschland. Wir nennen dies „heimliche Enteignung“, da sich praktischerweise niemand so richtig dagegen wehren konnte. Die Sparer sind nicht nur auf Bankkonten um Erträge gebracht worden, sondern auch bei Lebensversicherungen, die Kapital bilden sollten und bei privaten Altersvorsorgeprodukten.

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