Aufgedeckt: Jens Spahn möchte Zustimmungspflicht zur Organspende abschaffen

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Die Organspende in Deutschland steht derzeit unter Zustimmungspflicht. Wer möchte, kann seine Organe spenden. Der Gesundheitsminister möchte hingegen künftig eine Widerspruchsregelung einführen. Die Organspende würde also solange möglich sein, bis der Betreffende widersprochen hat. Dies ist eine massive Änderung der herrschenden Bedingungen in Deutschland und fußt nebenher auch auf einem sehr einseitigen Verständnis vom „Tod“. Wann ist der Mensch „tot“? Dies ist entscheidend bei der Frage, wann die Mediziner Organe entnehmen dürfen.

Focus hat die Frage aufgeworfen

Schon im Spätsommer hatte der „Focus“ gefragt, ob „Hirntote“ tatsächlich schon gestorben seien. Der Artikel hatte es zum Leitthema geschafft, sorgt also ggf. für einen Abverkauf des Magazins am Kiosk. Dies deutet auf die Brisanz. Zu Recht. Aus dem „Focus“-Artikel lässt sich ableiten, dass nach Auffassung einer Wissenschaftlerin der Europa-Universität Viadrina unser Körper noch leben würde, wenn die Organe entnommen werden. Hintergrund der Einschätzung ist der Umstand, dass der Hirntod a) Voraussetzung für die Entnahme ist und b) dann allerdings auch schnell entnommen werden muss, um die Organe noch verpflanzen zu können.

Der Hirntod allerdings ist nicht natürlich zu messen, sondern Definitionsfrage. Hier wird der Tod dann festgestellt, wenn das Gehirn keine Lebenszeichen mehr von sich gibt. Nur: Bekannt ist, dass das Herz weiterhin funktioniert. Die Lungen können atmen, wenn sie an entsprechende Maschinen angeschlossen sind. Der Körper verdaut Nahrung und funktioniert bis zum Herztod weiter.

Nach dem Bericht im Focus würden noch dreiviertel der Hirntoten bei einer Entnahme noch reagieren. Es wird geschwitzt, die Haut rötet sich, die Muskeln reagieren, die Finger spreizen sich.

Jens Spahn möchte dies offenbar künftig alles unterbinden. Die bisherige Regelung sorgt nach Meinung der Kaufleute in der Gesundheitsbranche für einen Mangel. Sie müssen dafür im Zweifel geradestehen.



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