AUFGEDECKT: Präsident Steinmeier möchte Finnland mit der NATO gegen Russland in Stellung bringen

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Ein Bundespräsident ist an sich lediglich für die repräsentativen Fragen im Staat zuständig. Herr Steinmeier aber sicherte schon einmal die GroKo und mischt sich nun auch noch in Fragen der Nato ein. Die Finnen sollen seiner Ansicht nach möglichst eng mit der Nato zusammenarbeiten. Natürlich ist Finnland nicht einfach zufällig interessant.

Schon einmal wollte Deutschland Finnland einspannen

Die Finnen liegen geographisch reizvoll. Direkt an der Grenze zu Russland und damit strategisch in bester Position. Die Finnen haben zudem gegenüber Russland eine Art von Hassliebe entwickelt, nachdem bestimmte Landstriche immer wieder von den Russen erobert und teils zurückerobert wurden. Wer in Finnland nach Russland fragt, wird meist eine abschlägige Antwort bekommen.

Nun möchte Steinmeier die Finnen einbinden. In einer vorab bekanntgewordenen Rede wird er sagen: „Wir müssen klare Worte und eine klare Haltung gegenüber einem Russland finden, das seine Zukunft leider heute eher in Abgrenzung zu Europa als in Zusammenarbeit sieht.“

Erstaunlich, in welches Licht Steinmeier Russland taucht, meinen Kritiker. Die Russen sind derzeit in fast jeder Form an Kooperation interessiert. Dies zeigt sich etwa im Bau der Gaspipeline, mit der Russland selbstverständlich in Deutschland beste Geschäfte machen möchte.

Zudem ist die Bedrohung bei weitem nicht so groß wie hier wieder einmal unterstellt. Waren vor Jahrzehnten etwa hunderttausende von Soldaten in der damaligen DDR stationiert, sind dies heute einige zehntausend an den Grenzen der Nato im Osten. Zudem gibt die Nato in Europa den offiziellen Angaben zufolge 239,1 Milliarden Dollar aus. Die Russen haben für ihre gesamte Armee einen offiziellen Etat von fast 64 Milliarden Dollar.

Entweder also ist Steinmeier nicht besonders gut informiert, wenn er hier eine Bedrohung erwartet. Oder er spannt Finnland als Drohpotenzial in voller Absicht ein. Letzteres ist wahrscheinlich.

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