Aufgedeckt: Umwelthilfe läuft ins Leere – Wissenschaft meint, Grenzwerte können angehoben werden

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Die Regierung Merkel wollte jüngst im hessischen Wahlkampf punkten. Dabei geht es um Grenzwerte bei der Belastung durch Stickoxide. Die allerdings könnten nicht nur formal leicht umgangen werden, sondern sogar ganz offensichtlich einfach angehoben werden, so die Meinung von Wissenschaftlern. Dies sei unbedenklich, so ein Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, der für Wirbel sorgen könnte.

Fahrverbote könnten vermieden werden

Walter Krämer, der als Experte in statistischen Fragen seit vielen Jahren in Deutschland bekannt ist und der auch als Grenzwertespezialist gelten könne (die mit der statistischen Bewertung von Grenzübertritten zu tun haben), meint, dass die Anhebung von Grenzwerten gesundheitlich regelrecht unbedenklich wäre.

Er sei der Meinung, dass die von der Politik festgesetzten Grenzwerte lediglich den politischen Ergebnissen und Wünschen geschuldet sei. Die Gesundheit der Menschen spiele dabei keine Rolle, lässt sich seinen Äußerungen entnehmen. Der EU-weite Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft ist insofern keine gesundheitlich maßgebliche Bewertung. Krämer meint, dass es sogar an Arbeitsplätzen häufig eine höhere Belastung als durch den Autoverkehr geben würde.

Zudem verweist er auf die steigende und auch schon gestiegene Lebenserwartung in den „angeblich umweltverseuchten Städten“. Damit könnten offenbar die Grenzwerte für die Verbote deutlich höher angesiedelt werden als bislang bekannt. Derzeit ringt die Politik mit einer Neufestsetzung auf 50 Mikrogramm, so die Zeitung. Die beruft sich auf regierungsnahe Kreise und verweist darauf, dass das Verkehrsministerium zu viele Änderungswünsche bzw. Ausnahmewünsche formulieren würde.

Ein Gesetzentwurf des Umweltministeriums liegt bereits vor, sodass von dieser Seite aus eigentlich keine Bedenken entstehen dürften – das Verfahren könnte schnell beendet werden. Die Kritik an den Grenzwerten ist in Deutschland bislang noch relativ ruhig geblieben. Dies dürfte auf die guten Medienstimmungen für die „Deutsche Umwelthilfe“ hängen, die maßgeblich für die Festsetzung auf diese Werte mit-verantwortlich ist.



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