Ausweg aus der Krise? Italien plant die Parallelwährung

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Interessante Gedanken aus Italien: Deren Regierungsfraktionen von der „Lega“ hat nun über eine Parallelwährung zum Euro nachgedacht. Aktuell geht es um sogenannte „Mini-Bots“. Dies sind Finanzinstrumente, die zumindest eine ähnliche Funktion erfüllen. Die Euro-Zone wird sich darüber zumindest nicht freuen, mutmaßt die „Welt“.

Einführung der Mini-Bots ist angenommen

Dabei hat die Abgeordnetenkammer Italiens die Mini-Bots jetzt durchgewunken. In Deutschland und auch in Medien aus dem benachbarten Ausland ist darüber weitgehend Stillschweigen bewahrt worden. Wir hatten an anderer Stelle das Experiment bereits erwähnt. Dabei will der Staat die „Mini-Bots“ – die faktisch Schuldscheine sind – einsetzen, um damit seine Lieferanten zu bezahlen. Auf der anderen Seite kann der Staat die Mini-Bots auch als Zahlungsmittel für die Begleichung von Steuerschulden akzeptieren. Das heißt: Mini-Bots sind zumindest dem Staat gegenüber ein ordentliches Zahlungsmittel. Damit dürfte sich das „Geld“ auch im täglichen Verkehr zumindest durchsetzen können.

„Gesetzliches Zahlungsmittel“ im Sinne des Euros sind die Mini-Bots nicht. Bislang ist zudem noch unsicher, ob sich eine solche Parallelwährung am Ende durchsetzen wird. „Gesetzlich“ sind Zahlungsmittel nur dann, wenn es einen Annahmezwang bei den Teilnehmern einer Volkswirtschaft gibt, der in Italien auch für die Mini-Bots noch nicht gilt. Die angekündigten Mini-Bots sind dennoch eine massive Drohung gegen die EU und die Europäische Zentralbank (EZB). Aus Sicht Italiens ist der Euro zu stark, das Land benötigt wie vormals mit der „Lira“ eine anpassungsfähige Währung, die kreditfinanzierte Wachstumsimpulse ermöglicht. Aktuell leiht sich Italien noch relativ kostengünstig Geld an den Märkten. Die Zinsen für die Anleihen können jedoch jederzeit wie etwa im März 2018 nach oben schießen. Schon stünde Italien wegen der Vergleichbarkeit mit anderen Euro-Anleihen wieder unter Druck.

Mini-Bots sind ein Weg, um den Druck gegen das starke Regime der EU zu erhöhen.

Die Frage ist an sich nicht mehr, ob, sondern wann der Euro zerfällt – erfahren Sie hier mehr.

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