Autozulieferer zunehmend von Pleiten bedroht

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Erst kürzlich hat eine Studie gezeigt, dass Autozulieferer von der Energie- und Klimawende der Kanzlerin genauso betroffen sein dürften, wie die Autobauer selbst. Den Autozulieferern droht nach neusten Berichten offenbar ein Fiasko. Die düstere Vorhersage der Studie dürfte sich schneller bewahrheiten, als angenommen. Denn die sinkende Nachfrage bei den Autobauern wirkt sich immer drastischer auf die Automobilzulieferer aus. Vor allem die Arbeitnehmer bekommen das zu spüren.

Die „Passauer Neue Presse“ schreibt, dass immer mehr Unternehmen Mitarbeiter entlassen müssen, denn durch den “dramatischen Umbruch in der Automobilzuliefererindustrie“ fallen zahlreiche Arbeitsplätze weg. Als Konsequenz muss sogar ein ganzes Werk im niederbayerischen Pfeffenhausen geschlossen werden. Die ganze Branche steht massiv unter Druck. Für viele Unternehmen geht es nur an günstigeren Produktionsstandorten wie Tschechien oder Rumänien weiter. Nur dort bleiben alle Arbeitsplätze erhalten.

Zulieferer ebenfalls mit Problemen

Im Zuge des „Sturms der Merkel‘schen Mobilitätswende“ kapitulieren immer mehr Zulieferer. Mitarbeiter der Gießereien mit Standorten wie etwa in Saarbrücken oder Leipzig warten seit Wochen auf ihren Lohn. Auch vereinbarte Abfindungen an gekündigte Mitarbeiter wurden bislang nicht bezahlt.

Wie dramatisch die Lage ist, zeigt der Appell des IG-Metall-Sprechers Thorsten Dellmann auf einer Informationsveranstaltung für die Arbeitnehmer: „Lasst uns beten, dass das Geld kommt.“ Das „Handelsblatt“ will aus dem Umfeld der Investoren erfahren haben, dass eine Zusage für „einen mittleren einstelligen Millionenbetrag“ fehlt. Allein bei den Abfindungen soll es laut „Saarbrücker Zeitung“ um eine Summe von rund vier Millionen Euro gehen. Die potenziellen Geldgeber wie VW, GM und Deutz fürchten offenbar ein „schwarzes Loch“.

Immer mehr Arbeitnehmer in der Automobilbranche müssen um ihre Arbeitsplätze bangen. Die Zulieferer müssen Geld sparen, andererseits müssen sie für Merkels E-Auto-Wende investieren. Die Produkte für E-Autos und um autonomes Fahren zu entwickeln, kosten viel Geld – Geld, das nicht alle Zulieferer haben. Selbst bei Branchen-Großunternehmen macht sich die Umstellung auf E-Mobilität bemerkbar. Im Zuge des Zwangssparkurses wird bei Conti oder Schaeffler aktuell die Schließung von Werken geprüft. Die Lage spitzt sich zu, wie Sie auch hier lesen können….

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