Bargeldabschaffung in Dänemark: Der nächste Schritt für die gesamte EU

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In Dänemark soll das Bargeld abgeschafft werden. Bis 2030. Nun wird der nächste Schritte eingeleitet, der vorsieht, dass Geschäfte das Geld nicht mehr bedingungslos annehmen müssen. Die Auswirkungen dürften dramatischer sein, als die harmlose Meldung es suggeriert.

Anti-Kriminalitätsmaßnahme

Ein solcher Schritt will gut vorbereitet sein. Mit einer guten Geschichte, denn bislang ist es kein Problem, mit Bargeld und gesetzlich festgelegtem Annahmezwang zu leben. Die Dänen allerdings verweisen jetzt auf die Anti-Kriminalitätsmaßnahme, die sie damit schaffen würden. Geschäfte hätten daher neue Sicherheiten. Seine Aussage im Radio ist eindeutig:

Er wolle, dass es ein „Gleichgewicht zwischen den Schwierigkeiten und Sicherheitsrisiken für Geschäftsinhaber und den Vorteilen“ für Bargeld geben würde.

Geschäfte müssen seit gut einem Jahr teilweise zwischen 22 Uhr am Abend und 6 Uhr am Morgen kein Bargeld mehr annehmen. Die Regierung beharrt immerhin darauf, dass sie niemanden „zwingen“ würde, auf die Annahme von Bargeld zu verzichten.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Immerhin müssen einige Geschäfte und Dienstleister Bargeld noch annehmen. Dazu zählen Supermärkte, Postdienste, Apotheken oder auch Mediziner. Maßstab für diese Regel ist die Frage, ob die Organisationen „zentrale Funktionen“ für die Gesellschaft wahrnehmen würden.

Klar ist, dass Bargeld nur dann dauerhaft so gut wie bislang funktioniert, wenn es einen Annahmezwang gibt. Haben die Geschäfte die Wahl, dann haben Bargeldbesitzer schnell kaum noch die Möglichkeit, auf elektronisches Geld zu verzichten. Da die Nutzung von Bargeld nicht erwünscht ist – aus Sicht kontrollierender Staaten, die gerne Datenspuren sehen -, dürfte die Aufhebung des Annahmezwanges genau aus diesem Grund erwünscht sein.

Dass der Annahmezwang abgeschafft wird, dürfte eines Tages auch in Deutschland zu erwarten sein. Die Argumente werden bereits seit längerem gesammelt. Bargeld macht es Dieben und bewaffneten Tätern einfacher, an Geld zu kommen. Bargeld soll in der Benutzung mehr Zeit benötigen (das stimmt nachweislich neuer Studien nicht), Bargeld würde auch weniger fälschungssicher sein. Auch Unternehmen wünschten sich selbstverständlich den Verzicht auf Bargeld, da Unternehmen dann die Profilierung ihrer Kunden durch Datenspeicherung vorantreiben können. Wer Bargeld zückt, muss weder Namen noch Geburtsdatum oder Geschlecht nennen.

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