Bayer am Kreuz: Neue Studien zum Thema Glyphosat

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Häme für Aktionäre: Bayer dürfte es in diesem Jahr dank des Themas Glyphosat noch schlechter gehen als im Vorjahr. Monsanto als Hersteller, jetzt unter dem Dach des Bayer-Konzerns, drohen gerichtsbedingt Milliardenschäden in den USA. Nun gibt es eine weitere Studie, die den Verdacht erhärtet, das Pflanzenschutzmittel, wie sich Glyphosat inklusive ähnlicher Pestizide nennt, würde Krebs verursachen. Dies gilt formal noch als umstritten. Die „Taz“ berichtete über diese Studie.

Studie widerlegt Krebsverdacht nicht

Die Studie ist nicht in der Lage, die bislang geäußerten Verdachtsmomente gegenüber dem Pflanzenschutzmittel zu widerlegen. Monsanto hat zwar mit einigen Studien dagegen gearbeitet, dies jedoch entkräftet die Aussagen anderer Studien nicht. Die infrage stehende Studie, die lediglich in Teilen der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, jedenfalls kann die Daten, die einen Krebsverdacht nahelegen, nicht widerlegen. Brisant ist dabei der Umstand, dass die Studie der Öffentlichkeit lediglich in Teilen zur Verfügung gestellt worden ist. Ausgerechnet dieser Teil jedoch fehlt.

Grundlage ist die Untersuchung und der Krankheitsverlauf von 50.000 Nutzern des Pflanzenschutzmittels. Dabei sind diese Nutzer insgesamt mehr als 20 Jahre lang begleitet worden, wobei sich ein Zusammenhang zwischen Erkrankungen des Blutsystems, also leukämischen Erkrankungen, und der Nutzung des Mittels streng wissenschaftlich betrachtet nicht widerlegen ließ.

Bayer ist der Auffassung, dass die Aussagen, wonach es keinen Zusammenhang gäbe, erwiesen seien. Die methodischen Mängel, die Kritiker aufführen, beziehen sich indes auf den Umstand, dass zahlreiche Nutzer, die am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sind, nicht als Nutzer des Glyphosats geführt worden sind. Dementsprechend ergeben sich andere statistische Zusammenhänge. Insofern ist die neuerliche Veröffentlichung ein weiterer Nackenschlag für Bayer. Es wird tendenziell schwieriger, einen Zusammenhang zu negieren.

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