Bekannter Gelbwesten-Aktivist will in Hungerstreik treten

www.shutterstock.com, GERARD BOTTINO, 1252056214

Die französische Polizei ist wegen des Einsatzes von Hartgummigeschossen und Handgranaten immer wieder in die Kritik geraten. Über 80 Menschen sind bei den Protesten gegen die Macron-Regierung schwerst verletzt worden. Im Januar kam es erneut zu einer schweren Augenverletzung. Jerôme Rodrigues, einer der prominenteren Vertreter der Gelbwesten in Frankreich, hat bei Protesten eine schwere Augenverletzung erlitten.

Die Polizei hatte erneut Hartgummigeschosse, die einen Stahlkern haben, abgeschossen. Rodigues wurde von einem Geschoss am Auge getroffen, als er gerade vor Ort mit seiner Handykamera filmte. Rodrigues mache ein „Selfie“ von dem verletzten und zugeschwollenen Auge und postete es auf Facebook. Er schrieb: „Ich wird mein Auge verlieren“. Rodrigues hat an dem Auge seine Sehkraft eingebüßt.

Jetzt gab Rodrigues auf seinem Twitter-Account bekannt, dass er in einen „unbegrenzten Hungerstreik“ treten werde. Rodrigues verlang Akteneinsicht zur Untersuchung der Umstände, die zu seiner Augenverletzung geführt haben, berichtet „RT Deutsch“. Die französische Justiz hatte offenbar das Innenministerium angewiesen, die Untersuchungsakte zum Vorfall am 26. Januar dieses Jahres an Rodrigues und seinen Anwalt weiterzuleiten. Dies ist offenbar nicht geschehen. Die Untersuchung sollte die Umstände klären, wie es zu der schweren Verletzung von Rodrigues gekommen ist.

Rodrigues will daher ab Freitag in einen unbegrenzten Hungerstreik vor dem Innenministerium treten. Da es eine gerichtliche Entscheidung gegeben habe, sei der französische Staat nun verpflichtet, die Untersuchungsakte zur Verfügung zu stellen. Rodrigues beklagt, dass der französische Staat seine eigenen Gesetze nicht mehr respektiere. Sein Anwalt erklärte gegenüber RT France, dass sich der Staat in „die Illegalität begeben“ habe. So etwas habe er „in seiner Karriere als Anwalt noch nie erlebt“.

Im Hinblick auf den geplanten Hungerstreik sagte Rodrigues der Öffentlichkeit: „Wenn ich sterben muss, werde ich sterben.“ Frankreich ist nicht der einzige Staat in der Europäischen Union, der seine eigenen Gesetze nicht mehr einhält. Auch in Deutschland unter der Merkel-Regierung ist es inzwischen gang und gäbe, die Gesetze dieser Verfassung nicht mehr einzuhalten. Jedenfalls zeigen unsere Hintergrundberichte,was dort alles passiert ist….

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen