Berateraffäre: Neue Details kommen ans Licht – Der Sumpf ist tief…

www.shutterstock.com, Alexandros Michailidis, 1234632910

In der Berateraffäre von Ursula von der Leyen kommen immer mehr haarsträubende Details ans Licht. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr sagte jetzt der Rheinischen Post, dass innerhalb von vier Jahren rund eine Million Euro an „einen Vertrauten von Staatssekretärin Katrin Suder“ gegangen sind – für Beratungsleistungen. Das gab die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP an. Katrin Suder arbeitete, bevor sie Staatsekretärin bei von der Leyen wurde, 14 Jahre bei der Beratungsfirma McKinsey, die im Fokus der Berateraffäre steht. Dürr kommentierte: „Die Anfrage der FDP zeigt, wie einem Freund der Staatssekretärin die Auftragsbücher gefüllt wurden“.

Große Teile der Antwort veröffentlichte die Bundesregierung allerdings nicht, d.h. die Informationen wurden bewusst zurückgehalten. Was verschweigt die Merkel-Regierung? In der bruchstückhaften Antwort der Bundesregierung wird nur offenbart, dass der „Vertraute“ Tagessätze von 2.800 Euro erhalten hat – an manchen Tagen sogar zweimal.

Die Details um die Vergabe von Berateraufträgen haben Verteidigungsministerin von der Leyen in Bedrängnis gebracht. Ein Untersuchungsausschuss wurde eingerichtet, um den Vorwürfen gegen von der Leyen nachzugehen. Von der Leyen soll millionenschwere Verträge rechtswidrig vergeben haben – auch der Vorwurf der Vetternwirtschaft steht im Raum, da der Sohn der Verteidigungsministerin einen hohen Posten in dem Beratungsunternehmen McKinsey innehat.

Seit vergangener Woche verzögern die Regierungsparteien allerdings den Untersuchungsausschuss gegen von der Leyen. SPD und Union stoppten mit formalen Einwänden zunächst den Start des Untersuchungsausschusses. Hinter verschlossenen Türen soll es zwischen der Regierungskoalition und der Opposition zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen sein. Vor allem die Union kritisierte die von FDP und Grünen vorgelegen 16 Leitfragen zur Aufklärung der Affäre. Die Fragen seien zu „vage“ und enthielten Behauptungen, die nicht bewiesen seien.

Die kriminellen Machenschaften der Verteidigungsministerin werden also klar von der Merkel-Regierung gedeckt. Obwohl die Oppositionsparteien die Fragen überarbeiteten, konnte sich der Verteidigungsausschuss auf keinen Kompromiss einigen. Jetzt müssen sich Juristen im Geschäftsordnungsausschuss erneut mit dem Fall auseinandersetzen. Die Regierung versucht gezielt, den Untersuchungsausschuss hinauszuzögern – vermutlich um Zeit zu gewinnen und weiteres Beweismaterial gegen von der Leyen und die Regierung verschwinden zu lassen.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen