Beresowski verstorben: Putins Erzfeind in den ewigen Oligarchengründen

Als Sohn eines jüdisch-russischen Akademikerehepaars in Moskau geboren, studierte Beresowski Elektrotechnik und mathematische Mechanik.
PARIS, 30. Januar (RIA Novosti).

Der russische Ex-Oligarch und ehemalige Politiker Boris Beresowski ist am Samstag im Alter von 67. Jahren gestorben. Das teilte sein Schwiegersohn Jegor Schuppe via Facebook mit.

Wie die Zeitung „The Daily Telegraph“ berichtet, wurde er in seiner Villa in Surrey in der Nähe der Stadt Ascot tot aufgefunden. Laut der Zeitung wies sein Körper keine Spuren eines gewaltsamen Todes auf.

Das erste russische Fernsehen will erfahren haben, dass Beresowski in der zurückliegenden Woche mehrere Herzanfälle überstanden habe.

In seiner ersten Stellungnahme zu dieser Nachricht teilte Dmitri Peskow, Pressesprecher von Präsident Wladimir Putin, mit: „Vor einigen Monaten hat Beresowski einen Brief an Wladimir Putin gerichtet, in dem er seine zahlreichen Fehler gestand, sich bei Putin für diese Fehler entschulde und ihn bat, ihm zu helfen, in die Heimat zurückzukehren.“

Seit 2000 lebte Beresowski im britischen Exil und kritisierte regelmäßig Wladimir Putins Politik. In Russland waren ihm Betrug und Geldwäsche sowie der Versuch einer gewaltsamen Machteroberung zur Last gelegt worden. In Abwesenheit wurde er zu einem längeren Freiheitsentzug verurteilt.

In der Epoche von Boris Jelzin gehörte Beresowski zu den einflussreichsten Politikern und Unternehmern. Die Medien bezeichneten ihn als „Jelzins graue Eminenz“ und „Putins persönlichen Feind“.

Zu Beginn der Epoche von Wladimir Putin hatten allerdings die von Beresowski kontrollierten russischen Medien Jelzins Nachfolger während dessen erster Präsidentschaftswahlkampagne 1999 unterstützt.

In seinem britischen Exil bezeichnete Beresowski Putin als seinen „größten Fehler“ und prophezeite mehrmals einen „Zusammenbruch des Regimes Putins“.

In letzter Zeit war Beresowski vom Pech verfolgt: Er verlor Gerichtsprozesse gegen Milliardär Roman Abramowitsch sowie gegen seine Ex-Frau, was ihm Verluste in Höhe von einigen Dutzend Millionen Pfund brachte.

Im August 2012 verbreitete Beresowski via LiveJournal einen offenen Brief an Putin, in dem er sich per Du an den russischen Präsidenten wandte, ihn „Wolodja“ nannte und aufforderte, die Mitglieder der Punkband Pussy Riot freizulassen.

Der letzte LiveJournal-Beitrag von Beresowski stammt vom 20. August und enthält den Aufruf, die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu boykottieren, berichtet, die online-Zeitung NEWSru.com.

http://de.rian.ru/politics/20130323/265787003.html

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Kommentar:

De mortuis nil nisi bene”, heißt es in einem lateinischen Sprichwort, was soviel bedeutet wie ” Über Tote sollte man nicht schlecht reden”.

Der nachfolgende Film Catastroika beschreibt die Methoden, mit denen die Oligarchen-Mafia die Weltherrschaft an sich reißt.

Veröffentlicht am 26.06.2012

Originalvideo:

http://www.catastroika.com/indexde.php

INFO

Es war am Anfang des Jahres 1989 als der Franzose Akademiker Jacques Rupnik sich in seinem Büro befand, um einen Bericht über den Stand der letzten Wirtschaftsreformen in der Sowjetischen Union von Michail Gorbatschow vorzubereiten. Der Ausdruck, der von ihm für das Röcheln des sterbenden Imperiums benutzt wurde, war „Catastroika“. Während der Zeit des Präsidenten Jelzin, als Russland wahrscheinlich das größte und erfolgloseste Privatisierungsexperiment in der Geschichte der Menschheit einführte, gab eine Gruppe von Reportern der Guardian dem Ausdruck von Rupnik eine andere Bedeutung. „Catastroika” wurde das Synonym der kompletten Zerstörung des Landes von Markkräften; des Verkaufs des Staatseigentums und der dramatischen Verschlechterung des Lebensstandards der Bürger. Maßeinheiten der Catastroika wurden die Arbeitslosigkeit, die soziale Verarmung, die Verringerung der Lebenserwartung, als auch die Bildung einer neuen Liga von Oligarchen, die die Macht über das Land übernahmen. Nach einigen Jahren, führte ein ähnlicher Versuch massiver Privatisierung des Staatseigentums im Vereinigten Deutschland (welches als Model für Griechenland präsentiert wird) zu Millionen von Arbeitslosen und manchen der größten Skandale in der Geschichte Europas.

Es handelt sich um diese „Catastroika”, die auf dem Weg nach Griechenland ist; die „letzte sowjetische Republik Europas” laut den Parlamentsmitgliedern und Ministern unserer „sozialistischen” Regierung. Catastroika ist die logische Folge und Fortsetzung der Schuldenkratie, also eine logische Fortsetzung vom „Debtocracy”, unserem ersten Dokumentarfilm, welcher die Ursachen der Schuldenkrise in Griechenland und in der ganzen europäischen Periphere sucht.

Dennoch, ist Catastroika nicht ein Virus, der nur die Länder infiziert, die ihr Wirtschaftssystem radikal ändern (siehe Russland) oder Länder, deren Wirtschaft unter Okkupation leidet. Die erfolglosesten Privatisierungsbeispiele wurden wahrscheinlich in finanziellen Supermächten eingeleitet, die theoretisch die finanzielle Macht hatten um die negativen Folgen zu kontrollieren.

Catastroika-Beispiele findet man in Großbritannien nach der Ära Thatcher, wo Menschen ums Leben gekommen sind, in Unfällen des privatisierten Bahnnetzes. Solche Beispiele kann man auch in der privatisierten und liberalisierten holländischen Post finden, wo tausende von Arbeitsstellen gestrichen wurden und wo der Postbote zwei oder drei Mal pro Tag kommt. Man kann sie sogar in Kalifornien finden, wo die Bewohner ohne Elektrizität belassen wurden nach der Deregulierung des Energiemarkts.

Aber die Konsequenzen waren härter und sogar furchterregender in Ländern, die in die Falle der ausländischen Kreditgeber gingen und gezwungen wurden dem Weg der massiven Privatisierung zu folgen. Der Verkauf des Staatseigentums, der in Griechenland folgen wird, hat mehrmals unter ähnlichen Verhältnissen stattgefunden. Dieselben Leute, die den Verkauf des Staatseigentums in lateinamerikanischen Ländern unternommen haben, haben jetzt Ihre Büros in europäischen Ländern und die meisten befinden sich seit Monaten in Athen.

Die Vorgehensweise ist immer die gleiche: Am Anfang, greift die Regierung, in Zusammenarbeit mit den Maßmedien, die Staatsbeamte an, die als Verantwortliche für die finanzielle Schwierigkeiten des Landes präsentiert werden. Der Mythos eines öffentlichen Sektors mit zu vielen Beamten basiert sich sehr oft auf manipulierte Daten von Organisationen, die von der aktuellen Regierung unterstützt werden und die Regierung unterstützen. Gleichzeitig werden bestimmte öffentliche Organisationen absichtlich nicht unterstützt, um die Bürger mit ihrer Inkompetenz zur Verzweiflung zu bringen. Der Prozess wird mit dem Verkauf sogar der profitabelsten öffentlichen Organisationen für einen Bruchteil des eigentlichen Wertes vervollständigt.

Die Gruppe von Catastroika unternimmt schon Reisen in viele Ländern um Bilder, Informationen und Material über die Deregulierungs- und Privatisierungsprogramme, die schon in den sogenannten „Industrieländern” stattgefunden haben, zu sammeln. Das Endergebnis der Forschung ist nie schwarz oder weiß. Das alte Schema des „soziallen Charakters” des öffentlichen Sektors gegenüber dem unmenschlichen Gesicht des freien Marktes ist so vereinfacht wie Milton Freedmans Theorien über die Notwendigkeit der Privatisierung der Luft, die wir atmen.

Den Rest der Beschreibung lesen:
http://www.catastroika.com/detailsde.php?id=219&type=s

Gedanken einer klugen Frau zu diesem Film:

https://ssl-101758.1blu.de/2012/06/26/gedanken-von-free-woman-on-the-land-zum…

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