Bienensterben immer schlimmer: Wie die Umwelt verreckt

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Bienensterben immer schlimmer: Wie die Umwelt verreckt

Das Bienensterben ist mittlerweile fast überall anerkannt – wir alle spüren auch in diesem Sommer, dass etwas nicht stimmt. Es gibt immer weniger Bienen – doch das Thema ist aus den Leitmedien wieder verschwunden. Erst vor einigen Monaten hatte eine „Erklärung“ die Gemüter beruhigt – die offenbar von jemandem verfasst wurde, der den Auftrag vom Agrochemie-Konzern Syngenta erhalten hatte. Syngenta möchte die „Varroa-Milbe“ für das Bienensterben verantwortlich machen. Und der Bienenexperte James Cresswell sollte dies bestätigen…. Eine spannende Geschichte….

Oder sind es doch Pestizide?

Die Milbe jedenfalls habe eine Krankheit bei uns in Europa eingeschleppt, die wiederum für das Sterben der Bienen verantwortlich sei. Dies wäre ein Beweis gegen die These, dass Pestizide verantwortlich sind – oder ist das alles nur ein Fake?

Konzerne wie Syngenta, Monsanto oder Bayer jedenfalls könnten sich über eine solche offenbar entlastende These freuen. Die vertreiben Pestizide, also sogenannte Pflanzenschutzmittel. Der hier zitierte Forscher galt als Skeptiker dieser These. Die Milbe jedoch machte er einem Bericht auf „Watergate.TV“ zufolge im Jahr 2012 noch nicht für den Tod der Bienen verantwortlich. Vielmehr seien es die Pestizide, publizierte er damals noch.

Creswell stand damit indes im Fokus von Syngenta, das diese Ergebnisse so nicht hinnehmen wollte. Jahrelang sei Creswell, heißt es, so unter Beschuss genommen worden, er möge sich bei seinen Forschungsaktivitäten erneut auf die Milbe fokussieren, dass er dies schließlich offenbar tat. Denn ein Jahr nach den ersten ablehnenden Ergebnissen kam er zum Schluss, die Milbe seien der bedeutende Faktor für das Bienensterben. Sein Team komme „zu der Ansicht, dass Varrose das Potenzial hat, großflächige Verluste an Bienenkolonien zu verursachen.“

Forscher wie Creswell oder auch eine Biologin aus Deutschland, Angelika Hilbeck, die ähnliche Erlebnisse mit den Einflüssen der Pharmaindustrie schilderte, zeigen, wie groß der Einfluss der Pharmaindustrie auf Forschung und Medien ist – eingebettet in echte Knebelverträge müssen Forscher liefern. Und zwar so lange, bis die Ergebnisse dem Wunsch der Auftraggeber entsprechen.

Die Massenmedien schweigen noch immer – das Bienensterben geht weiter.  Auch wenn die EU selbst inzwischen einräumen muss, dass Pestizide im Verdacht stehen, Verursacher zu sein. Wir zitieren aus dem Bericht von Watergate.TV:

Die Brüsseler Behörde hatte bereits 2013 als Reaktion auf das massenhafte Bienensterben den Gebrauch der umstrittenen Insektizide in der EU stark eingeschränkt, berichtet der Schweizer Tagesanzeiger http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Das-ist-der-Grund-fuers-Bienensterben–oder-doch-nicht/story/21468509. Ihr Einsatz bei der Behandlung von Saatgut, im Boden und beim Besprühen von Pflanzen wurde weitgehend verboten. Bayer und Syngenta hatten dagegen geklagt. Die Konzerne verweisen unter anderem auf Untersuchungen, wonach Faktoren wie die Varroa-Milbe Ursache für den Rückgang der Bienenvölker sein könnten. Der Verband der europäischen Pflanzenschutzmittelhersteller (Ecpa) kritisierte die Easac-Studie als voreingenommen, irreführend und selektiv. Der Bericht erfülle nicht die wissenschaftlichen Standards und sei von einigen nationalen Experten bereits angezweifelt worden. Die Beschränkungen seien auch nicht wirksam. Nur die Bauern würden sich über ernsthafte Verluste bei ihren Pflanzenbeständen beklagen.“



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