Bilderberger-Treffen am 30. Mai – Treffen wurde erst kurz zuvor bekannt

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Wie erst jetzt bekannt wurde, wird das diesjährige Bilderberger-Treffen vom 30. Mai bis 2. Juni in Montreux am Genfer See stattfinden. Ungewöhnlich, dass der Tagungsort erst so kurz vor dem Beginn des Treffens bekanntgegeben wird, hatten die Bilderberger doch in den vergangenen Jahren eine relative Offenheit an den Tag gelegt, die sie aufgrund der vermehrten Berichterstattung seit 2010 zeigten. Diese scheinen sie nun wieder aufgegeben zu haben.

Schauplatz des Treffens, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, ist das Fairmont Montreux Palace Hotel. Es ist das erste Mal, dass die Konferenz in der Westschweiz stattfindet. An dem „privaten Gipfel“ werden 130 führende Akteure aus Politik, Industrie, Geheimdienst, Wirtschaft, multinationaler Konzerne, Medien, Finanzindustrie, Bildung, Wissenschaft, Weltorganisationen, Internetkonzerne, Nato und Militär teilnehmen.

Gastgeber des diesjährigen Treffens ist André Kudelski, langjähriges Mitglied des Organisationskomitees. Aus Deutschland wird Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen teilnehmen. Sie ist nicht zum ersten Mal dabei. Das erste Mal wird es jedoch für CDU-Chefin Annegret-Kramp-Karrenbauer sein, die bei diesem Treffen „eingenordet“ werden wird. Aus den USA wird Außenminister Mike Pompeo teilnehmen, aus Frankreich Finanzminister Bruno Le Maire, aus Holland der Niederländische König sowie Premierminister Mark Rutte, aus der Schweiz Bundespräsident Ueli Maurer, aus Italien der ehemalige Premierminister Matteo Renzi und natürlich wieder Springer-Chef Mathias Döpfner. Die Liste der Teilnehmer kann hier eingesehen werden. Die diesjährigen Themen lauten:

  1. Eine stabile strategische Ordnung
  2. Was kommt als nächstes für Europa?
  3. Klimawandel und Nachhaltigkeit
  4. China
  5. Russland
  6. Die Zukunft des Kapitalismus
  7. Brexit
  8. Die Ethik der Künstlichen Intelligenz
  9. Die Waffenbesitznahme von Social Media
  10. Die Bedeutung des Raumes
  11. Cyber-Bedrohungen

Die Themenlisten zeigt ganz klar, wohin die Reise politisch für uns in den nächsten Jahren gehen wird.

Das Bilderberg Treffen fand 1954 zum ersten Mal als Konferenz zur Förderung des transatlantischen Dialogs statt. Seitdem werden jedes Jahr politische Entscheider und Experten aus Industrie, Finanz, Wissenschaft, Medien etc. zum Treffen eingeladen. Rund zwei Drittel der Teilnehmer kommen aus Europa und ein Drittel aus Nordamerika. Die Bilderberger selbst sehen das Treffen als ein „Forum für informelle Diskussionen“ über zentrale Themen und Herausforderungen. Da diese Treffen „privaten Charakter“ haben sollen, nehmen die Gäste nicht in ihrer offiziellen Funktion, sondern als Einzelperson teil, so die Behauptungen.

Die Teilnehmer seien daher nicht an die Konventionen ihres Amtes oder an vorher vereinbarte Positionen gebunden. Zudem würden keine Beschlüsse gefasst, keine Abstimmungen durchgeführt und keine Grundsatzerklärungen abgegeben. Wer allerdings die politischen Entscheidungen und Handlungen auf der Welt verfolgt, die nach den Bilderberger-Treffen getroffen werden, dem dürfte ein gewisser Zusammenhang zwischen den besprochenen Themen und den Ereignissen nicht entgehen. Dennoch behaupten die Bilderberger, dass die Treffen rein informellen Gesprächscharakter zum Zwecke des Austauschs hätten.

Wir werden über die neuen Beschlüsse und deren Konsequenzen berichten – hier.

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