Blutgruppe und Verlauf nach Corona-Infektion: Die neue Studie

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Der Verlauf einer Covid-19-Erkrankung nach einer Ansteckung ist noch immer nicht abschließend oder auch nur annähernd abschließend erforscht. Wir hatten darüber berichtet, dass Studien herausfanden, wie groß der Anteil der Blutgruppe an der Krankheitsentwicklung sein könne. Nun gibt es eine Studie vom Bostoner Massachusetts General Hospital wie auch aus New York vom Columbia Presbyterian Hospital. Demnach würde die Blutgruppe keinen wesentlichen Bestimmungsgrund für die Entwicklung der Krankheit darstellen. Die Blutgruppe 0 hat in New York zwar seltener ein positives Testergebnis erhalten als die Blutgruppen B oder AB. Dennoch sei der Befund nicht “signifikant”. Im Widerspruch dazu allerdings stehen die Erkenntnisse aus anderen Studien:

Demnach ist für “die Blutgruppe A bei fast 50 % der Probanden mit schwerem Verlauf der Corona-Erkrankung diagnostiziert worden. Dementsprechend ließ eine Studie der Universität Kiel bereits erahnen, dass es offenbar auf die Blutgruppe ankommt, womit am Ende zu rechnen sein könne. Nun ist die Studie in einem wissenschaftlichen Organ veröffentlicht worden, womit sie auch als wissenschaftlich in dem Sinne anerkannt gilt, dass sie zur Diskussion freigestellt ist. Noch weiß niemand, warum die verschiedenen Verläufe so unterschiedlich ausfallen können. Zudem ist zu bedenken, dass eine Umkehrung nicht statthaft wäre: Wer die Blutgruppe A hat, muss nicht mit einem schweren Verlauf rechnen – sondern gehört nur zur Gruppe der Menschen, die unter den überhaupt schwer verlaufenden Erkrankungen besonders häufig zu finden ist.

(…) Die Covid-19-Erkrankung, so die korrekte Bezeichnung, ist schon in China u.a. auf die Blutgruppe zurückgeführt worden. Dies ist nun in Norwegen und in Deutschland bestätigt worden. Dazu gab es formal eine “Vorabstudie” aus Kiel und eine Studie aus China.

Vorabstudie zeigt die Blutgruppe A an

Laut der Studie in China würden vor allem Menschen mit der Blutgruppe A einen schweren Verlauf bei der Corona-Erkrankung erwarten müssen. Wer die Blutgruppe Null aufweist, würde demgegenüber in vielen Fällen mit einem weniger schweren Verlauf rechnen können, so die Einstufung aus China.

Die Wissenschaftler der Universitäten aus Oslo und aus Kiel haben wiederum Proben von 1.610 Menschen gezogen, die einen schweren Verlauf hinter sich gebracht haben bzw. sogar eine Akutversorgung Sauerstoff benötigten. Dabei sind die Blutproben vor allem aus Italien oder Spanien gezogen worden. Die Forscher verglichen die DNA der Covid-19-Patienten mit der DNA von 2.205 gesunden Blutspendern aus den jeweils entsprechenden Ländern. Die Ergebnisse sind zunächst recht signifikant.

Aus Norwegen und Deutschland verteilte sich dabei der Bedarf an Sauerstoff bzw. sogar den Anschluss an ein Beatmungsgerät wie folgt: Wer die Blutgruppe A hat, trägt demnach ein um 50 % größeres Risiko, sofern die Studienergebnisse stimmen. Sie müssen zunächst von anderen Wissenschaftlern verifiziert werden, um als gültiges wissenschaftliches Ergebnis zu gelten. Interessant dabei ist, dass die Blutgruppe A positiv in Deutschland bei 37 % der Menschen vertreten ist. Die Blutgruppe O positiv weisen 35 % aller Menschen in Deutschalnd auf. Insofern wären die Ergebnisse, wie es heißt, signifikant, könnten also tatsächlich eine brauchbare Hypothese abbilden. Die Blutgruppen AB oder B sind weniger riskant und auch weniger häufig vertreten.”

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