Böses Erwachen im Monsanto-Glyphosat-Fall: Bayer „endlich“ bestraft

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In den USA hat ein Gericht nun in einem „Teilgerichtsprozess“ festgestellt, dass Monsanto mit seinem Unkrautvernichtungsmittel „Round-Up“ und Glyphosat mitschuldig an der Krebserkrankung des Mannes sei. Das wiederum zeiht einen erheblichen Schadenersatzanspruch nach sich – nicht nur in diesem Fall, sondern in mittlerweile sehr vielen ähnlich gelagerten Fällen. Für Bayer eine Katastrophe, die „endlich“ auch in Deutschland wahrgenommen wird. Die Aktie des Unternehmens stürzte am Mittwoch massiv ab.

Bayer-Aktie verliert über 11 %

Dies mag die wenigsten privaten Haushalte in Deutschland interessieren, dennoch ist es ein wichtiges Signal: Die Finanzmärkte gehen offenbar davon aus, dass das Risiko für Bayer enorm wächst. Die Schadenersatzklagen über die neu erworbene Tochter Monsanto in den USA könnten zum Milliarden-Desaster werden.

Zudem dürfte auch Glyphosat in der EU unter ganz neuer Beobachtung stehen. Erst vor gut 1 ¼ Jahr hatte die Bundesregierung es innerhalb der EU dem Konzern ermöglicht, ein „letztes Mal“ für gleich fünf Jahre das Mittel zu verkaufen. Trotz enormer Bedenken, die selbst die damalige Umweltministerin äußerte.

Landwirtschaftsminister Schmid organisierte die Zustimmung der deutschen Regierung faktisch heimlich und ohne Zustimmung des Koalitionspartners SPD.
Übersetzt formuliert: Die Regierung – in diesem Falle die Union – könnte politisch haftbar für das Ausbringen eines hochgiftigen Pflanzenschutzmittels sein und darüber hinaus auch noch über spätere Schadenersatzklagen den Konzern Bayer sowie dessen Eigentümer geschädigt haben. Verluste gehen über die Steuerkasse dann auch direkt an die Gesellschaft: Auch hier dürfte sich im Falle des Falles eine Milliarden-Pleite für den Finanzminister ergeben.

Insofern hat die Merkel-Regierung sich in dieser Angelegenheit regelrecht in die politischen Nesseln gesetzt. Bislang war keine Stellungnahme der Regierung zum Verlauf in den USA zu vernehmen. In diesem Fall dürfte allerdings selbst die wohlwollendste Redaktion aus den Leitmedien an dem Desaster nicht vorbeikommen.

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