Brexit: Der große Irrtum über die Gewinner

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Noch immer gehen die hiesigen großen Medien mit dem kommenden Brexit von Großbritannien gelassen um Sie sind offenbar der Ansicht, die Briten würden sich selbst schaden. Die EU habe dann die größeren Märkte alleine vor Augen. Tatsächlich aber gibt es nach Informationen von „German-Foreign-Policy“ eine neue Studie, die diese Erwartung konterkariert. Wahrscheinlich wird die EU an den internationalen Finanzmärkten Anteile im Umfang von gut 30 % verlieren. Die „Binnenverhältnisse in der Union“ würden zugunsten von Macrons Frankreichs verändert. Dies hatten wir hier bereits einmal berichtet. Sehen Sie sich den Bericht an.

EU: Schwache Banken und Finanzinstitute

Die EU würde diesen Zahlen nach weltweit nur noch 14 % des Handels bzw. der Aktivitäten am Kapitalmarkt übernehmen. Dies entspricht einem Drittel dessen, was dieselbe Branche in den USA schafft. Die EU fällt damit diesbezüglich auch auf die Größe Chinas zurück.

Die führende Kraft in der EU wäre demnach Frankreich. Deren Kapitalmarktsektor wird üblicherweise hier in Deutschland als nicht ausgesprochen stark empfunden.

Einer der Gründe für das schwache Abschneiden Deutschlands ist der Umstand, dass die Banken und andere Finanzinstitute nicht wie erhofft und ursprünglich geplant etwa nach Deutschland gekommen sind. Die EU hatte dieses Vorhaben flankiert, indem „Finanzgeschäfte“ nur noch von Organisationen durchgeführt werden dürften, die hier in der EU eine rechtlich selbstständige Einheit an den Markt brächten.

Die Finanzbranche in Großbritannien hat sich diesbezüglich allerdings zurückhaltend gezeigt. JP Morgan und andere Banken haben demnach etwa 400 bis 500 Arbeitsplätze auf das Festland verschieben wollen. Dies sind etwa 10 % dessen, was noch im Jahr 2016 nach dem Brexit prognostiziert worden war. Ernst&Young geht davon aus, dass nur noch bis zu 10.000 Arbeitsplätze auf den Kontinent übergehen würden.

Zum Vergleich: Die Deutsche Bank alleine wird etwa 18.000 Arbeitsplätze weltweit streichen. 6.000 davon sollen in Deutschland entfallen. Dies wäre ein Rückschlag, der nicht geringer ausfiele als der Arbeitsplatzverlust in ganz London. Die Medien in Deutschland haben das falsche Bild noch immer nicht korrigiert….

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