Brexit: Merkel und/oder Johnson wollen keinen Deal

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Neue Nachrichten zum Brexit-Deal: Es wird möglicherweise keinen Deal geben, so ein wohl irritierter Boris Johnson vor dem entscheidenden Mittwoch, dem 9. Oktober. Er habe ein Telefonat mit Angela Merkel geführt und nun sehe es so aus, als käme es zu keiner Einigung. Er ließ wissen, dass die EU offenbar den Vorschlag von Johnson selbst „torpedieren“ wolle. Ist dies alles nur ein Schauspiel – oder steckt mehr dahinter?

Nachrichten aus Großbritannien: Wollte die EU Großbritannien lediglich hinhalten?

Per Twitter meldete sich Chris Mason von BBC zum Thema und gab Einblicke in seine Informationen. So diese Eindrücke stimmen, dann würde die EU niemals einen „Brexit“ mit Deal avisiert haben, sondern sei lediglich daran interessiert gewesen, das Votum zu unterlaufen. Je mehr Zeit ins Land ginge, so die mögliche Strategie, desto größer die Chance, den Brexit einfach abzusagen.

Angela Merkel hat jetzt offenbar im Telefonat erneut gefordert, Nordirland – Teil Großbritanniens – müsse im gemeinsamen Markt verbleiben. Dies ist die härtestmögliche Forderung und kann angesichts der Beschlüsse bei der Volksabstimmung sowie der Konstitution Großbritanniens mit Nordirland als Mitglied gar nicht umgesetzt werden. Nordirland würde eher Teil Irlands sein und eine Grenze zu Großbritannien bilden. Eine Grenzziehung, die sich nicht durchsetzen wird.

Dass die Briten in Person von Boris Johnson nicht zustimmen werden, liegt nahe. Die Verhandlungen könnten auf den letzten Metern deutlichst scheitern – ein Aspekt, mit dem weder die EU noch die Kanzlerin wohl ernsthaft gerechnet hatten. Fraglich scheint, wie sich die Opposition im britischen Parlament verhält. Die hatte per Gesetz beschlossen, Boris Johnson müsse bei einem fehlenden Deal die EU um Fristverlängerung bitten.

Möglicherweise ist Boris Johnson sogar am Ziel. Die rigorose Haltung der EU dient ihm dann lediglich als Mittel, um die Opposition hinter sich zu bringen. Wir werden den Fall hier verfolgen.

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