Brisantes Projekt: Bayern-Gulden als Parallelwährung…

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In Bayern möchte eine Partei nunmehr eine Parallelwährung einführen, den „Bayern-Gulden“. Das Land solle damit vor den Folgen von Krisen, wie in der Euro-Zone zu besichtigen, geschützt werden. Zudem sollten die Nutzer dieses Geldes lediglich „reales Geld“ zur Verfügung haben, nicht Geld, wie wir es kennen – das einfach nur aus Krediten geschöpft wird.

Liberal-Konservative Reformer werben für Geld

Initiatorin der Kampagne ist die „Liberal-Konservative Reformer“-Partei LKR. Sie möchte nach Angaben ihrer Landesvorsitzenden in Bayern laut Sputniknews die Währung als „Vollgeld“ verstanden wissen. Vollgeld ist einst als Idee von Joseph Huber entwickelt worden. Es sieht vor, dass die Herausgeberschaft ausschließlich bei den Zentralbanken liegt. Heute schöpfen die Geschäftsbanken aus den Einlagen, die gutgeschrieben sind (also auch aus Krediten, die der Kreditnehmer noch nicht abgerufen hat) wiederum Geld, indem sie neue Kredite vergeben.

Das Geld existiert faktisch lediglich als Buchgeld. Sobald es zu einem Bankrun käme, wenn also aus Angst Bankkunden ihr Geld abheben wollten und sich wie in diversen Krisen Schlangen vor den Banken bilden, wird stets offensichtlich, dass die Banken gar nicht so viel Geld haben, wie auf den Konten liegt (vermeintlich).

Demzufolge ist Vollgeld der Versuch, eine „reale“, durch die Produktion oder Produkte gedeckte Währung zu haben. Versuche, Vollgeld zu etablieren, gab es jüngst in der Schweiz. Bei einer Volksabstimmung wurde die Einführung des Vollgeldes allerdings mehrheitlich abgelehnt. Daher ist Vollgeld auch keine geeignete Alternative, wenn es zu einem Euro-Crash kommt – meint die Redaktion. Denn auch Vollgeld muss schlicht anerkannt sein, um als Geld zu funktionieren. Heutzutage auch grenzüberschreitend.

Dennoch: Das Vollgeld ist ein interessantes Projekt, um überhaupt über Alternativen zum krisenanfälligen Kreditgeld nachzudenken. Insofern verdient die Partei für die Initiative vollen Respekt – sie wird unter anderem von Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel betrieben, den früheren AfD-Größen.



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