Brutale Tierversuche: Horror-Labor bei Hamburg wird geschlossen

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Die Soko „Tierschutz“ hatte einen Undercover Tierschützer in das LPT „Laboratory of Pharmacology and Toxicology“ in Mienenbüttel (Kreis Harburg) eingeschleust. Dort machte er entsetzliche Entdeckungen und nahm die unfassbaren Zustände und brutalen Misshandlungen der Tiere durch die Labor-Mitarbeiter mit versteckter Kamera auf. Das Labor steht nur kurz vor der Schließung. Von den 250 Affen wurden 76 Affen bereits in die Niederlande gebracht. Alle Tierversuche mit Hunden, Katzen und Affen wurden sofort beendet. Nur eine Affenstudie für die Firma Merck soll noch beendet werden.

Die Soko Tierschutz, Cruelty Free International, der Hamburger Tierschutzverein sowie zahlreiche weitere Tierschutzvereine fordern die Übergabe der verbliebenen Tiere an den Tierschutz: „Die Zivilbevölkerung wird nicht zulassen, dass diese Tiere, die im LPT teilweise seit vielen Jahren leiden, verschachert oder getötet werden“, so die Soko Tierschutz. Die Tierschützer vermuten, dass das LPT mit der Schließung von anderen Standorten des Unternehmens ablenken will, damit die Quälerei dort an Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Schweinen und Fischen weitergehen kann. Der zuständige Landkreis erklärte, dass neben den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auch die Ermittlungen des Landkreises weiterlaufen werden: „Unsere Verfahren laufen, wir prüfen alles. Wenn eine Unzuverlässigkeit festgestellt wird, werden wir dem Unternehmen den Betrieb untersagen. Auch wenn sie das Labor in Mienenbüttel schließen.“

Die Soko Tierschutz ruft am Samstag, den 16. November 2019 zu einer zweiten Großdemo in Hamburg auf. Nachdem bereits Tausende gegen Tierversuche und das Horror-Labor bei einer ersten Großdemo auf die Straße gingen, erwarten die Tierschützer diesmal noch mehr Teilnehmer: „Am Samstag werden zahllose Menschen aus ganz Europa die Untätigkeit der Politik und die Unfähigkeit der Behörden anklagen. Das Ziel ist die Schließung aller drei Tierlabore des LPT und ein Ende der sinnlosen, grausamen und veralteten Tierversuche“, so die Soko Tierschutz.

Die seit 2010 bestehende EU-Tierversuchsrichtlinie wird in Deutschland nicht ausreichend eingehalten, es droht nun Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Die Bundesregierung habe zwar Besserung gelobt, jedoch um eine Verlängerung der Reform-Frist bis November 2020 gebeten. Weitere Maßnahmen der Merkel-Regierung sehen Sie hier.

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