Bundeswehr die xte: Wieder ein teuer Fall bei neuen Systemen im Von-der-Leyen-Haus

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Die Bundeswehr legt erneut Geld drauf: Die Entwicklung eines „neuen Luftabwehrsystems“ wird für die Truppe der Verteidigungsministerin mal wieder teurer als gedacht. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ ist der Preis für das System sogar gewaltig angestiegen. 972 Millionen Euro waren geplant worden. Der tatsächliche Preis nun liege bei 3,3 Milliarden Euro. Damit sind die Kosten mal wieder um eben mehr als 300 % höher als gedacht.

Einkäufer: Schätzkosten wurden überarbeitet

Die Einkäufer, in normalen Unternehmen wahrscheinlich in solchen Situationen um einen Job ärmer, begründen die Fehlleistung mit „einer Überarbeitung der ‚Schätzkosten‘“, wie es heißt. Erstaunlich, dass die Schätzung so weit daneben liegen kann.

Dass das Luftabwehrsystem insgesamt überarbeitet werden muss, steht bei der Bundeswehr außer Debatte. Der Bedarf ist seit dem Jahr 2005 bekannt. Seither seien, so heißt es, bereits gut 4 Milliarden Euro in entsprechende Systeme geflossen. Nun sind allerdings die Systeme bereits veraltet, die Technik sei effizienter geworden, Fluggeräte etwa kleiner sowie wendiger.

Deshalb müssen einige Arbeit bei Null beginnen. So erklärt sich dann der wirtschaftliche Mehrbedarf. Erstaunlich. Noch 2019 soll der Auftrag für das neue System an „ein Konsortium gehen“, wie es heißt. Ab 2025 soll das neue System dann zur Verfügung stehen. Bis dato sprachen wir an dieser Stelle von den „Entwicklungskosten“ und noch nicht von den Beschaffungskosten. Die kommen oben drauf – für 4 Milliarden Euro oder mehr.

Für Ursula von der Leyen als Verteidigungsministerin wird es langsam unangenehm. Die Ministerin muss sich ohnehin für steigende Kosten verschiedener Projekter rechtfertigen. So ist jüngst erst die Kostenexplosion beim Schulschiff „Gorch Fock“ bekannt geworden. Auch vier Kampfschiffe werden deutlich teurer als je gedacht.
Die Bundeswehr ist und produziert zu teuer. Diesen Schuh muss sich Ursula von der Leyen inzwischen wie auch ihre Vorgänger anziehen.

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