Cannabis: In der Schweiz „keine wesentlichen Risiken bekannt“ – in der Schmerztherapie

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Cannabis gilt bei uns weiterhin als verpönt. Das sogenannte Rauschmittel wird indes weltweit bereits eingesetzt und zunehmend legalisiert, um in der Schmerztherapie, aber auch schlicht im Kampf gegen Rheuma oder Depressionen seine Wirkung zu entfalten. Einen interessanten Bericht über die Untersuchung zur Anwendung von CBD, einem „Ersatz-Hanf“, in der Schweiz findet sich in der „NZZ“.

Untersuchung läuft….

In der Schweiz wird geforscht, ob Cannabis zur Sucht führt. Die „Stiftung Sucht Schweiz“ habe demnach, beauftragt durch das „Bundesamt für Gesundheit“ (BAG) schon eine „erste Standortbestimmung durchgeführt“. Es geht um eine Umfrage, in der es Anhaltspunkte für die Verwendung von Cannabis geben soll.Die Ergebnisse sind interessant: Cannabis würde demnach einen „breiten Nutzen“ entfalten. Es sei sowohl schmerz- wie auch entzündungshemmend und damit in dieser Hinsicht positiv. Es würde bei „depressiven Symptomen“ helfen und den Stress „lindern“. Zudem würde es zu „besserem Schlaf“ führen, so die Meinung der Nutzer – wohlgemerkt, in einer nicht repräsentativen Umfrage, die eher einer „Erhebung“ gleich. Ob Cannabis die Konzentration fördere, sei zudem umstritten.

Etwa 30 % der Befragten haben demnach mitgeteilt, sie würden an einer „diagnostizierten Krankheit (…) leiden“. Fibromyalgie, Arthritis, Rheuma und auch Depressionen wurden demnach genannt. Klinische Studien wiederum hatten bislang schon gezeigt, dass Cannabis sowohl schmerzstillen wie auch angstlösend sein könne. Cannabis wird demnach bei der Therapie von multipler Sklerose eingesetzt sowie auch, um Epilepsie zu bekämpfen.

Wichtigste Erkenntnis dürfte sein, dass das legale Cannabis-Produkt CBD-Hanf, offenbar keine „wesentlichen Risiken“ durch den Konsum auslöst. So solle die Nutzung illegalen Cannabis‘ eingeschränkt werden, womit sich sogar eine risikomindernde Funktion einstellen könne. Allerdings muss stets beachtet werden, dass die Umfrage etwa über die sozialen Medien durchgeführt wurde. Dies schränkt die Repräsentativität allein schon hinsichtlich des Alters ein. Insofern gibt es mit diesen Daten lediglich vagere Hinweise.

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