Chaos: HSCB schließt Konten von 40 diplomatischen Vertretungen

Danke Maarde für den Link.

Die Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) soll mehr als 40 diplomatische Vertretungen aufgefordert haben, ihre Konten zu schließen. Die Maßnahme ist Teil eines Programms, um Geschäftsrisiken einzuschränken.

Die Bank HSBC (HSBC Holdings plc) ist, gemäß der CNN Global 500-Liste 2011, das 46-größte Unternehmen der Welt. Die Bilanzsumme Ende 2012 betrug 2,692 Billionen US-Dollar, der Gewinn vor Steuern im Jahr 2012 14,02 Milliarden US-Dollar. Nach Marktkapitalisierung im Jahr 2011 von 102,72 Milliarden Euro ist sie die größte Bank Europas.

Die Bank ist eine der 28 Großbanken, die vom Financial Stability Board (FSB) als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wurden. Sie unterliegt damit einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital. Aufgrund der internationalen Verflechtungen gilt ein Ausfall der Bank als so riskant, dass ihr Ausfall als mit einem besonders hohen Risiko für die internationalen Finanzmärkte verbunden wird. Sie muss daher neben drei anderen Instituten den höchsten bislang geforderten Zuschlag von 2,5 Prozentpunkten am Eigenkapital gemessen an den Standards von Basel III aufweisen.[1]

Vatikanische Nuntiatur unter den Betroffenen

Das Botschafterbüro des Vatikans, die Apostolische Nuntiatur, soll unter den Betroffenen sein. Der Chef des britischen Diplomatischen Corps, Bernard Silver, erzählte der Mail on Sunday, dass diese Entscheidung Chaos verursachte. “Botschaften und Konsulate brauchen nicht nur dringend eine Bank, um die Gelder für Visas und Pässe einzuzahlen, sondern auch, um Gehälter, Mieten oder etwas Mautgebühren zu bezahlen.”

Das Britische Auswärtige Amt sei mit HSCB in Kontakt, um den Diplomaten zu helfen, Konten bei anderen Banken zu eröffnen.

HSBC sagt, dass Botschaften denselben Beurteilungskriterien unterliegen, wie andere Geschäftskunden. Sie müssen fünf Kriterien genügen; diese seien internationale Konnektivität, wirtschaftliche Entwicklung, Profitabilität, Konsteneffizienz und Liquidität.

Ein Sprecher sagte; “HSBC setzt  seit Mai 2011 ein laufendes Programm einer “Fünf-Filter”-Beurteilung aller Geschäftsbeziehungen ein, und die Dienste für die Botschaften bilden da keine Ausnahme. Wir geben keinen Kommentar über individuelle Kundenbeziehungen ab.”

Die Mail on Sundy berichtete, dass die Hohe Kommission von Papua-Neuguinea und das Honorarkonsulat von Benin ebenfalls aufgefordert wurden, ihre Konten zu schließen.[2]

Verdächtige Konten

Diplomatische Vertretungen stehen oftmals unter dem Verdacht der  Geldwäsche und die Banken wurden in der Vergangenheit gewarnt, verdächtige Kinten zu melden. So wurde die Riggs National Bank in Washington wurde zu Strafgeldern verurteilt, nachdem ein US-Senatsbericht enthüllt, dass leitende Botschaftsangestellte dem chilenischen Diktator Augusto Pinochet halfen, Millionen von Dollars zu verstecken.

Die HSBC wurde im vergangenen Jahr von US-Behörden zu einer Zahlung von 1,92 Milliarden Dollar verurteilt, nachdem sie beschuldigt wurde, Geldwäsche für die lateinamerikanischen Drogenkartelle durchgeführt zu haben.

Die HSBC hatte zu der Zeit eingeräumt, die Geldwäsche nicht effizient unterbunden zu haben.[3]

Bankster machen Kasse

In einem bemerkenswerten Interview mit der spanischsprachigen Ausgabe von Russia Today am 17.1.2013  ging der russische Anti-Drogenbeauftragte Viktor Iwanow auf die Rolle von Rauschgiftgeldströmen für internationale Großbanken ein: „…es muß leider gesagt werden, daß einer der größten Nutznießer [des Drogenhandels] das Weltfinanzsystem ist. Da die jährlich im Drogenhandel erzielten Geldmengen auf 500 bis 800 Mrd.$ geschätzt werden, erübrigt es sich wohl zu sagen, daß diese Milliarden Dollar nicht unter dem Kopfkissen aufbewahrt werden, sondern Teil des Finanzsystems sind: Sie werden legalisiert, gewaschen und verursachen enormen Schaden für die Volkswirtschaft.“

Ein weiterer Aspekt kommt dazu, der zeigt, wie scheinheilig der angebliche Krieg gegen Terrorismus ist: Laut iranischen Aussagen hat sich die Rauschgiftproduktion in Afghanistan seit der US-geführten Invasion 2001 vervierzigfacht und ist heute weltweit Nr. 1. Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars am 5.2. berichtete, machte der Chef der iranischen Rauschgiftbekämpfungsabteilung der Polizei,General Ali Moayyedi, bei seinem Treffen mit dem Leiter der Antidrogen-Agentur von Tadschikistan in Teheran erneut die NATO für den massiven Anstieg der Rauschgiftproduktion in Afghanistan verantwortlich.

Libor und die HSBC

Der LIBOR-Skandal des Londoner Interbankmarktes und die von der HSBC (ehemals Hongkong and Shanghai Banking Corporation, kurz: Hong Shang) betriebene Geldwäsche basieren auf ein und derselben kriminellen Operation – organisiert von dem transatlantischen Megabank-Syndikat in London samt den von ihm kontrollierten Zentralbanken wie der Federal Reserve der USA, der Bank von England und der Europäischen Zentralbank. Alle diese Machenschaften sind der Gipfelpunkt einer über vierzigjährigen, kriminellen Transformation des Weltfinanzsystem……..[5]

Quellen:

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/HSBC

[2] http://www.dailymail.co.uk/money/news/article-2384003/Consulates-Vatican-chaos-HSBC-tells-bank.html

[3] http://www.bbc.co.uk/news/uk-23565506

[4] http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/bankster-machen-kasse-geldwasche-fur-den-rauschgifthandel/

[5] http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/die-kriminellen-machenschaften-des-bankensyndikats-buso/

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