China: Tausende Polizisten greifen Dorf Shangpu an

Kommentar: Auf der ganzen Welt die gleichen Bilder. Die Menschen haben die Schnauze voll von dem korrupten Politikerpack, ganz gleich, welcher Couleur.

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Veröffentlicht am 12.03.2013

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Mitten in der Nacht haben tausende bewaffnete Polizisten das Dorf Shangpu in der Provinz Guangdong angegriffen. Die Bewohner hatten demokratische Wahlen gefordert, nachdem Dorfchef Li Baoyu illegal 33 Hektar Land verkauft hatte.

[Einwohnerin von Shangpu]:
„Was kann ich sagen? Ältere Leute in den 70ern wurden verprügelt und sind jetzt im Krankenhaus. Um die 30 bis 40 von ihnen. Einige liegen im Sterben. Niemand bringt uns Gerechtigkeit. Egal wer uns anruft, die Behörden verbieten uns zu sprechen. 3.000 bis 4.000 Polizisten kamen um uns Dorfbewohner zu verprügeln. Aber davon sieht man nichts im Fernsehen.”

Der Shangpu-Aufstand ähnelt dem in Wukan. Die dortigen Einwohner hatten 2011 die kommunistischen Beamten erfolgreich vertrieben und ihre eigenen Führer wählen können.

Doch die Geschichte scheint sich hier nicht zu wiederholen.

Das Einschreiten der Polizei in Shangpu folgt einem neuen Budgetplan, der letzte Woche beim Nationalen Volkskongress in Peking vorgeschlagen wurde. Chinas Polizei erhält demnach mehr Gelder als das Militär. Insgesamt an die 95 Milliarden Euro.

Laut Recherchen des Telegraph schrieb ein Polizist über den Angriff in seinem Mikroblog bei Sina Weibo: „Wir sind siegreich zurückgekehrt, wie aufregend! Steine werfen, Blendgranaten und Tränengas, wirklich spannend, aber auch sehr ermüdend.”

[Einwohnerin von Shangpu]:
„Die Männer wagten nicht raus zu gehen. Sie fragten ältere Leute und Frauen, rauszugehen. Doch die von den Behörden geschickte Polizei schlug denoch auf sie ein… Jeder hier weint zuhause. Niemand kann zur Arbeit gehen.”

Landenteignung durch Beamte ist in China schon fast Normalität. Technisch gesehen besitzt Chinas Regime alles Land, und die lokalen Regierungen sind auf den Immobilienverkauf als Einnahmequelle angewiesen.

Dorfchef Li Baoyu steht derzeit unter Arrest. Doch die Bewohner zweifeln am Versprechen der Behörden, Lis Geschäfte mit dem Land rückgängig zu machen.

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