China zeigt: So geht Zensur….

Quelle: Von Alexandros Michailidis / shutterstock.com

Wenn die EU lernen möchte, muss sie nach China fahren. Dort wird „richtig“ zensiert. Die New York Times deckte nun auf, wie professionell die Chinesen dabei vorgehen. Es gibt offenbar ganze Zensurfabriken, die sich auf die Suche nach unliebsamen Einträgen, Daten und Blogs machen. Die Auftraggeber, zitiert „netzpolitik.org“ aus dem Bericht, seien Firmen aus der Branche Internet sowie Medien, die durch staatlichen Druck angefangen haben, sich selbst zu zensieren.

Junge Studenten und Absolventen zensieren

Die Zensurfabriken sind dabei professionell zusammengestellt und geschult. Die Fabriken sind Arbeitgeber für „junge Uniabsolventen“, wie es heißt. Diese hätten in der Regel „wenig Ahnung von Politik“ oder Geschichte. Sie seien daher einfach zu manipulieren, schlussfolgern Beobachter und verweisen auf die Berichte zu Schulungen.

„In China“, so übersetzt Netzpolitik.org“, wird den Jugendlichen von vielen Eltern und Lehrern gesagt, dass die Auseinandersetzung mit politischen Themen nur zu Problemen führt. Um dies zu überwinden, entwickelten Herr Yang (….) ein ausgefeiltes Trainingssystem.“ Dabei gäbe es sowohl theoretische Unterweisungen, in denen die „sensiblen Informationen“ vermittelt würden.

Google hat bereits erfahren, wie die Ergebnisse aussehen können. Die Suchmaschine wurde verboten. China, so der „Freedom of the Net Bericht 2018“, sei der „weltweit schlimmste Feind der Netzfreiheit.“

Die EU, so meinen Beobachter, könne und werde offenbar davon lernen. Sie selbst hat Zensurfabriken aufgestellt oder aufstellen lassen, indem FB gezwungen worden ist, schnellstens unliebsame Kommentare oder Einträge zu löschen. Hier geht es indes nicht über politischen Zwang, sondern über die Androhung finanzieller Gegenmaßnahmen – sprich: Strafen. Bis zu 50 Millionen Euro werden fällig. Nur sind die Zensursysteme hier vergleichsweise störanfällig. Noch werden zu viele Menschen abgeschaltet, die sich keiner Schuld bewusst sind. Die Stimmung ist gegen solche Maßnahmen eingestellt. Diese Probleme gibt es in China nicht. Bei uns bald auch nicht mehr?

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