CIA-Fiasko im Libanon? — Junge Welt

Kommentar: Die untenstehende Nachricht von “Junge Welt” macht stutzig. Erstens zeigt das iranische Raketenfiasko, dass die israelischen Geheimdienste bestens über die geheimen Entwicklungen im Iran Bescheid wissen und diese sabotieren können. Nicht nur das: Israel kann das iranische Mobilfunknetz ausschalten, die Stromversorgung sabotieren, das Internet lahmlegen und die Katastrophendienste sowie Feuerwehren außer Gefecht setzen. Dasselbe wird auch für Syrien zutreffen.  Zweitens werden aktive oder ehemalige  CIA-Agenten nicht in der Öffentlichkeit ausplaudern, welche Misserfolge sie haben oder nicht haben. Und das alles, wo jetzt die Syrien-“Flugverbotszone” im Anmarsch sein soll und der Iran immer mehr unter Druck gerät? Irgendwie scheint etwas faul zu sein…..

********************************************

Hisbollah konnte US-Geheimdienst infiltrieren und seine Niederlassung im Zedernstaat neutralisieren

Von Rainer Rupp

Die Schlappe sei so schwer, dass die US-Folter- und Spionageorganisation ihre Aktivitäten im Libanon weitgehend eingestellt habe. Verzweifelt hätten die CIA-Führungsoffiziere in den letzten Monaten versucht, den Schaden zu begrenzen und ihre im Zedernstaat noch nicht enttarnten Agenten zurückzuziehen, bevor Hisbollah ihrer habhaft werden konnte. Das enthüllten jetzt unabhängig voneinander vier teils aktive, teils ehemalige US-amerikanische Geheimdienstmitarbeiter gegenüber der Presse. Die geheime CIA-Niederlassung im Libanon, die zum Sammeln von wichtigen Informationen über Entwicklungen im Mittleren Osten, insbesondere in Syrien und Iran, von größter Bedeutung gewesen sei, habe praktisch aufgehört zu existieren. Und was Hisbollah betrifft, so befände sich der US-Geheimdienst derzeit »im Blindflug«.

Während die vier den Abwehrerfolg der Libanesen bei der Aushebung des gegen Hisbollah gerichteten US-Spionagerings nur widerwillig gegenüber den Medien anerkannten, machten sie die schlampige Arbeit und Sorglosigkeit der CIA vor Ort für das Geheimdienstdesaster verantwortlich. Demnach war es zwei Agenten der Hisbollah gelungen, sich von der CIA als Spione anwerben zu lassen. Denen fiel bald auf, dass die geheimen Treffs mit ihren Offizieren immer in den gleichen Restaurants stattfanden. Diese Örtlichkeiten wurden dann von der Abwehr der Hisbollah beobachtet, und mit der Zeit konnten so über ein Dutzend Spione sowie etliche Agentenführer identifiziert werden. Dann habe die Hisbollah zugeschlagen. Von den CIA-Leute gebe es seither kein Lebenszeichen mehr.

Bereits im Juni hatte der Generalsekretär von Hisbollah, Seyyed Hassan Nasrallah, die Verhaftung von mehreren Spionen, die die Reihen der militanten Organisation infiltriert hatten, gemeldet. Diese hätten gestanden, von Offizieren des US-Nachrichtendienstes, die sich als Botschaftsdiplomaten ausgegeben hätten, angeworben worden zu sein. Von westlicher Seite war dies jedoch als reine Propaganda abgetan worden. Erst jetzt wird durch die Enthüllungen der vier aktiven bzw. ehemaligen CIA-Mitarbeiter die ganze Dimension des damals vertuschten Fiaskos offenkundig.

Dabei hätten die Amerikaner gewarnt sein müssen. Bereits im April 2009 konnte der Libanon dank Hisbollah landesweit mehrere israelische Spionageringe mit nahezu 100 Personen ausheben. Unter den Verhafteten befanden sich auch Mitarbeiter der Sicherheitskräfte des Landes und Techniker von Telekommunikationsbetrieben. Vor diesem Hintergrund erscheint der Versuch von Israel und anderen Ländern, die Verantwortung für den von der UNO untersuchten Mord an dem früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri mit Hilfe von angeblich geführten Telefongesprächen der Hisbollah anzulasten, in einem anderen Licht.

Eine Reihe der 2009 verhafteten Agenten hat inzwischen auch gestanden, Ziele für Israels Bombenangriffe im Libanon im Jahr 2006 ausgespäht zu haben. Sollten sie für schuldig befunden werden, zur Tötung libanesischer Bürger beigetragen zu haben, droht ihnen die Todesstrafe.

Aber nicht nur die libanesische Abwehr konnte in letzter Zeit Erfolge melden. Den vier US-Geheimdienstlern zufolge wurde in Teheran eine geheime Methode der CIA zur Internetkommunikation mit ihren bezahlten Agenten im Iran entdeckt. Dies habe schließlich zur Enttarnung von Dutzenden von US-Spionen im Land geführt.(JW)

http://www.jungewelt.de/2011/11-24/036.php

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen