Corona-App: Klammheimliche Freude – technische Mängel

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Fast schon hämisch kommentieren Menschen im Netz technische Mängel der Corona-App. Nun hat, wie die „Bild“ meldete, die digitale Verbindung der App mit den Gesundheitsbehörden und den Laboren nicht funktioniert. Dies wiederum teilte die sogenannte „Senatsgesundheitsverwaltung“ mit, nachdem der FDP-Abgeordnete Bernd Schlömer – mutmaßlich auf eigene Informationen hin – diese Anfrage formuliert hatte.

Die Technik wäre allerdings erforderlich, wenn das Gesamtkonzept funktionieren soll. Denn ein positiver Corona-Test muss der App gemeldet werden. Nun müssen Infizierte eine Hotline anrufen, um zu prüfen, ob eine Infizierung vorliegt. Dann bekäme der Anrufer die Bestätigung auf sein Smartphone, um wiederum die Kontaktpersonen über die Infektion in Kenntnis zu setzen.

Kritik an der App: Auch technisch schwach

Ohnehin ist die Chance darauf, dass die App gut funktioniert, übersichtlich. Die Wirkung der Meldungen scheint zu verpuffen, so die Kritik…

So meldete vor Tagen die Redaktion von Chip.de, dass nur gut 5 % „der täglichen Neuinfektionen das positive Testergebnis über die Corona-Warn-App hochgeladen würden. Damit ist die Warn-App nach Meinung von Kritikern ein Schlag ins Kontor. Wenn nur gut 5 % überhaupt ihre Neuinfektion melden, dann ist dies eine wichtigere Information, als hätten – hier nur angenommene – 18 % die App installiert. Nun werden damit Kontakte “gewarnt”. Da aber die Meldungen unglaublich hinter den tatsächlichen Erwartungen zurückbleiben, verpufft die versprochene Wirkung. Wenn wir in Deutschland – angenommen – 500 Neuinfektionen am Tag hätten, dann würden sich demnach aktuell 25 Menschen bei der App als infiziert melden.

Dies wären in einer Woche gut 600 und in einem Monat gut 2.400 Menschen. In einem Jahr – bei diesem Tempo – würden sich theoretisch gut 25.000 Menschen bei der App melden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei Nutzung der App überhaupt einen Infizierten treffen würden, der die App auch nutzt, liegt bei weniger als 0,5 %. Denn wir haben ca. 80 Millionen Menschen in Deutschland, von denen die meisten theoretisch ein Smartphone haben können. Die App ist, wenn sich nicht noch ein Wunder entwickelt, schon jetzt eine Pleite. Nur spricht kaum jemand darüber.“

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