Corona: Bleibt die Lunge langfristig geschädigt?

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Rund um das Corona-Virus geistern derzeit zahlreiche Annahmen durch das Netz und auch durch die öffentlich-rechtlichen sowie sonstige Leitmedien. Selbst unter Virologen sind zahlreiche Annahmen umstritten, etwa die Frage, ob ein Mundschutz helfe oder nicht. Eine der vieldiskutierten Fragen lautet, ob das Corona-Virus auch bei Menschen, welche die Krankheit überstanden haben, noch Langzeitschäden in der Lunge auslöse. Dies wäre für junge Erkrankte fatal – und aufgrund der wahrscheinlichen Verbreitung insgesamt.

Kein Beleg

Für diese These findet sich derzeit kein wissenschaftlicher Beleg. Was heißt das? Wissenschaftlich ließe sich die Aussage nur dann belegen oder korrekt: nicht widerlegen (bis zum Beweis des Gegenteils), wenn es hinreichend Fälle dieser Art gäbe. Die Aussagen beruhen allerdings in der Regel auf einer Untersuchung in Hongkong. Dabei sei die Lunge bei neun von zwölf Patienten verändert gewesen. Möglicherweise würden die Menschen bei einer verringerten Lungenfunktion dann etwa mehr keuchen.

Die Zahl zeigt allerdings lediglich an, dass es bei einigen Menschen zu Veränderungen kam und nicht, wie sich diese langfristig auswirken. Eine langfristige Abschätzung ist nach wenigen Wochen auf diese Weise kaum möglich, da beispielsweise die therapeutischen Maßnahmen in keiner Weise sichtbar sein können. Zudem ist die Zahl der Infizierten und dann Geheilten deutlich zu gering, würden Wissenschaftler wohl in einem Signifikanz-Test sagen.

Das heißt: Die Aussage ist noch nicht einmal prüfbar. Deshalb bleibt es bei pauschalen Vermutungen, die allerdings eine andere Qualität aufweisen. So ist es durchaus plausibel, dass Gewebe a) verändert wird und b) dann regeneriert werden müsste. Ob dies gelingt, weiß niemand. Achtung: Auch für die Gegenmeinung, dass keine Schäden bei jüngeren Menschen auftreten, gibt es keinen Beleg. So schwierig es scheint: Die Situation ist offen.

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