Corona-Virus: Die wichtigsten Faktoren für den Verlauf

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Der Verlauf der Erkrankung nach einer Corona-Infektion ist unerklärlich. Vor Tagen erst wunderten wir uns – in der Regel – über die Vehemenz, mit der ein Mann wie Boris Johnson plötzlich bis an den Rand des Ablebens geriet. Auf „Bloomberg“ haben sich Arturo Casadevall (Bloomberg School of Public Health – Johns Hopkins Universität) sowie Liise-Anne Pirofski (Albert Einstein College of Medicine – New York) geäußert.

Wichtige Unterschiede

Dabei sei erstens klarzustellen, dass eine „Infektion“ noch nicht bedeute, hier läge eine Erkrankung vor. Erkrankungen seien ein „klinischer Zustand, der mit Husten, Fieber und anderen Symptomen einhergeht“, die wiederum mild bis „schwer“ verlaufen können. Dies wiederum sei lediglich eine „Folge von Schäden in Gewebe und dem Immunsystem“. Sofern die Schäden besonders groß sind, könne es sein, dass das Blut nicht mit Sauerstoff angereichert werde (bzw. lebenswichtige sonstige Funktionen nicht aufrechterhalten werden). Dann würde erst der Tod eintreten. Deshalb sind fünf Faktoren wichtig:

  1. Die Dosis, mit der die Viren in den Körper eindringen

Hier geht es um die Anzahl der infektiösen Erreger. Wenn viele Viren aufgenommen würden, würden diese sich „lawinenartig“ vermehren.

  1. Genetik des Wirtes

Dabei kommt es auf die Proteine (Rezeptoren) an. Die Viren docken an die Rezeptoren an. Fehlen diese, dann sind solche Menschen sogar immun gegen eine Infektion. Hier haben Sie überhaupt keinen Einfluss.

  1. Virulenz des Virus

Die „Virulenz“ beschreibt die Ansteckungskraft und Stärke des Virus. Beim Übergang von Mensch zu Mensch könnten das Virus sein Erbgut ändern, also stärker oder schwächer Einfluss nehmen. Auch hierauf hat niemand Einfluss.

.4. Infektionsweg

Der „Infektionsweg“ beschreibt die sogenannte „Immunantwort“ des Körpers. Wer über die Nasenschleimhaut infiziert wird oder über die Lunge, wird mit jeweils anderen Abwehrmaßnahmen reagieren. Hier dürfte es der bessere Weg sein, so die Überzeugung dieser Redaktion, sich über die Berührung von Oberflächen und eine Schmierinfektion anzustecken als über Tröpfchen. Das wiederum heißt: Maskenschutz wird zwar nicht in allen Fällen helfen, aber – die Gefahr einer – s. Punkt 1 – schweren Tröpfcheninfektion dürfte sich zumindest verringern. Die Schmierinfektion durch Berührung einer Oberfläche erfordert offenbar nicht ganz so große Panik.

  1. Der sogenannte „Immunstatus“

Der Immunstatus beschreibt die Erinnerungsfähigkeit eines Immunsystems bezüglich früherer Infektionen. Umgekehrt sei es möglich, dass eine bereits erfolgreich durchlebte Infektion mit einem ähnlichen Virus helfen könne, das Immunsystem zu aktiveren, aber gleichzeitig könnte das Immunsystem wiederum empfänglicher für die Infektion insgesamt sein.

Unter dem Strich zeigen die Faktoren: Wir beherrschen die Infektion kaum und die Krankheit gar nicht – sie ist zu komplex. Das wiederum belegt, wie wichtig es ist, sich möglichst auch in Zeiten der Herdenimmunisierung nicht zu infizieren.

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