Damaskus fordert von Kerry Entschuldigung

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Walid al-Muallem

MOSKAU, 02. Januar (RIA Novosti).

Der syrische Außenminister Walid al-Muallem hat vom US-Amtskollegen John Kerry eine Entschuldigung gefordert – dies sei die Bedingung für direkte Verhandlungen zwischen Syrien und den USA in der Schweiz.

„Die syrische Seite lehnt einen direkten Dialog mit den USA in Montreux ab, solange sich Außenminister John Kerry für seine Worte nicht entschuldigt“, sagte al-Muallem am Samstag nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Sana. Nach seinen Worten hatten die USA um direkte Gespräche in der Schweiz gebeten.

Medien zufolge hatte sich Kerry zum Auftakt der Syrien-Friedenskonferenz im Schweizer Montreux harte Worte an die syrische Regierung erlaubt. Insbesondere seine Äußerung, dass in einer künftigen Übergangsregierung in Syrien kein Platz für Präsident Baschar al-Assad sei, sorgte bei der syrischen Delegation für Unmut. Laut al-Muallem müssen die Syrer selbst entscheiden, wer an der Spitze ihres Staates stehe.

Die Sprecherin des U.S. State Department, Jen Psaki, bestritt am Sonntag, dass Washington Direktgespräche mit dem syrischen Regime angestrebt habe. Die USA hätten der syrischen Delegation vorgeschlagen, über die Vermittlung des UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi zu verhandeln, sagte Psaki zur Agentur AFP. Und weiter: „Außenminister Kerry wird unter keinen Umständen um Entschuldigung bitten.“

Bei den Gefechten zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern in Syrien, die seit März 2011 andauern, sind laut UN-Angaben bereits mehr als 115.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der syrischen Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland bezahlte Terroristen.

Am 22. Januar begann im Schweizer Montreux eine internationale Konferenz, die Wege für eine Beilegung des seit fast drei Jahren andauernden Syrien-Krieges aufzeigen soll. Die Friedensgespräche wurden dann in Genf fortgeführt. Die erste Runde, bei der die Regierung und die Opposition erstmals direkt miteinander verhandelten, ging am 31. Januar ohne greifbare Ergebnisse zu Ende. Am 10. Januar sollen die Friedensgespräche fortgeführt werden.

http://de.ria.ru/politics/20140202/267753361.html

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