Das Ende von Erdogan?

Das Ende von Erdogan? Die türkische Lira noch einmal davongekommen? Der MERKEL-Freund steht an der Wand

Die Lira fällt und fällt – nur konnte sie jetzt eine kleine Pause einlegen. Am 24. Juni sind Wahlen und die türkische Notenbank widersetzte sich der öffentlichen Forderung nach weiteren Zinslockerungen. Dennoch sieht es schlecht aus. Denn die Lira ist zwar jetzt formal teurer, aber die Zinsen lassen keinen Spielraum mehr zu. Ist Erdogan am Ende?

Erdogans Wirtschaft am Ende

Die Zinsen sind um 1,25 Prozentpunkte auf 17,75 % nach oben gehievt worden. Das ist keine große Hilfe, so Kritiker. Denn der Effekt wird schnell verpuffen, die Zinsen sind ohnehin schon sehr hoch. Lassen sich mit 1,25 Punkten auf 17,75 % Menschen davon abhalten, ihr Kapital abzuziehen? Wohl kaum.

Jetzt geht es bei den Wahlen bereits um alles. Wenn Erdogan gewinnen sollte, wird das Vertrauen in die Lira durch seine zinspolitischen Forderungen nach „niedrigen“ Zinsen wohl endgültig am Ende sein. Dann dauert es nicht lange, und seine bisherigen Freunde könnten ihn aus dem Amt jagen, heißt es.

Umgekehrt ist die Situation in dem Fall, dass Erdogan verliert. Vielleicht steigt dann das Vertrauen wieder, nur wäre dann das Ende von Erdogan auf jeden Fall besiegelt. Der Präsident stand aber letztlich noch dafür, Merkel zur Seite gesprungen zu sein. Was passiert dann bei der nächsten Flüchtlingswelle? Wie würden die Griechen reagieren? Was passiert überhaupt, wenn die falschen Leute in der Türkei an die Macht kommen? Alle Fragen sind derzeit offen, die türkische Lira zeigt nur an, dass der Problemberg eminent ist. Deshalb ist die Situation derzeit ausgesprochen brisant, was sich wiederum auch an der Stimmung des türkischen Präsidenten bei seinem Wahlkampf zeigt.

Von der Türkei aus kann es in Europa nun zu einem Flächenbrand kommen.

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