Das Forschungsdilemma in Deutschland: Pharmaindustrie zu mächtig

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Die Pharmaindustrie in Deutschland oder deren Organisation im Gesundheitswesen in Deutschland ist maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass die Erforschung wichtiger Wirkstoffe im Kampf gegen Erkrankungen – auch schwere wie etwa den verschiedensten Krebsformen – zäh und teils in die falsche Richtung verläuft. So gibt es noch immer keine hinreichend gründliche Forschung über die Wirkweise von Methadon in der Schmerzbekämpfung sowie in der Therapie verschiedener Krebsformen in Deutschland. Der Hintergrund: Methadon ist günstig.

Der Blick hinter die Kulissen

Wer in Deutschland als Forscher eine Vorstellung davon hat, was erforscht werden soll, muss sich zur Finanzierung in der Regel an die Deutsche Forschungsgesellschaft DFG wenden – oder im Fall von Krebserkrankungen an die Deutsche Krebshilfe. Die Organisationen haben hinreichend Mittel, um erste Forschungen zu ermöglichen.

Wer erfolgreich ist, muss weiter forschen. Denn auch die Nachwirkungen, die Langzeitwirkungen und die langfristige Wirksamkeit solcher Wirkstoffe – wie letztlich auch deren Vertrieb – , benötigen Forschungsergebnisse. Diese jedoch werden nicht mehr aus den Töpfen der oben genannten Organisationen finanziert, sondern müssen privat unterstützt werden. „Privat“ heißt hier: von der Pharmaindustrie selbst. Wer wirksame Medikamente an den Markt bringen möchte, muss demzufolge vor allem letztlich den Interessen der Pharmaindustrie dienen. Die Pharmaindustrie muss dabei nicht unbedingt die Rolle des Bösen einnehmen – es reicht, deren Interessen zu kennen. Sie sind Wirtschaftsunternehmen und verfügen über die wesentliche Einnahmequelle: Medikamente. Dabei sind positive Forschungsergebnisse selbst dann teils interessant, wenn andere Wirkstoffe verdrängt werden. Das wesentliche Problem ist die Patentierbarkeit der Forschungsergebnisse: Wenn die Pharmaindustrie solche Medikamente, hier etwa Methadon, nicht mehr patentieren kann, werden Forschungen in dieser Richtung im besseren Fall nicht finanziert. Im schlechteren Fall kämpft die Pharmaindustrie mit harten Bandagen. Sie verfügt über eine hinreichende Lobby – und dies spüren Sie in der Berichterstattung. Daher sind alternative Medizininformationen als Plattform unabdingbar.

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