Das grüne Lebensmodell: Auf den Punkt gebracht

www.shutterstock.com, 360b,155512811

Grüne kämpfen für den Klimaschutz, für die De-sexualisierung und auch sonst für das Gute in der Welt. Diesen Anspruch hatte jüngst die Grünen-Politikerin Katharina Schulze aus Bayern nicht in Gänze für sich umgesetzt, als sie – wir berichteten – sich mit Plastik-Eisbecher in der Sonne Floridas zum Gruße an ihre Fans oder Follower meldete. Ein Shitstorm entbrannte, empfand die Politikerin jetzt in einem Interview mit dem „Focus“. Jetzt beschwert sie sich.

Verbindliche Regelungen für alle

Sie rechtfertigt ihren Urlaubsflug einleitend mit den Worten, sie benötigte das Flugzeug gelegentlich für ihren Job. Auf Nachfrage erklärt sie, dass sie der Meinung sei, es sei ihre Privatsache, „wo und mit wem“ sie ihren Urlaub verbringen würde. Kein Zweifel, so Kritiker. Nur hat sie hier das Private an die Öffentlichkeit gebracht und nicht etwa nur privat ihren „Freunden“ gesendet. Und sie hat sich im Öffentlichen – als Politikerin – mit ihrer Politik gern in das Leben anderer Menschen einmischt.

Nun gut, sie fordert, dass nicht nur diejenigen über Politik reden dürften, die „zu 100 %“ „ökologisch korrekt“ leben würden. Sie möchte lieber über „Strukturen“ sprechen. Über Regelungen und die Politik, die die Regeln setzt. Nicht über ihren Eisbecher.
Sie befürwortet also den Kampf für eine „bessere Politik“, nicht für den „besseren Menschen“.

Den „Shitstorm“ ihrem Foto gegenüber sieht sie als Angriff der vorwiegend rechten Szene. Dies habe eine Studie so belegt. Es ginge sogar um international „agierende rechte Netzwerke“. Die haben, so zitiert wiederum Frau Schulze, Bezüge nach Russland. Und dies sei ein Angriff auf die Demokratie. Und deshalb fordert sie, jetzt wieder ganz auf der Seite des und der Guten, Hilfe. Von Polizei und Justiz. Die Verfahren sollen schneller abgeschlossen werden.

„Strafverfolgung und Ahndung allein reichen natürlich nicht“. Aha, so Kritiker. Die Politikerin jedenfalls redet sich in Rage. Sie fordert – weil die Ahndung nicht reicht – jetzt auch „Digitalkunde in der Schule“. Die „Medienkompetenz“ müsse geschult werden. Die Schüler müssen „unterscheiden“ können zwischen den „seriösen Medien“ und einem rasch geschriebenen Blog.

In einem Eintrag auf „Tichys Einblick“, dem „schnell geschriebenen Blog“, heißt es dazu, dass die Staatsbürgerkunde der DDR erst vor 30 Jahren abgeschafft wurde. Dem ist wenig hinzuzufügen. Bis auf einen Hinweis durch diese Redaktion: Das Interesse Russlands an einer Landespolitikerin einer Oppositionspartei im Bundesland Bayern dürfte nicht so groß sein, als dass dafür ganze digitale Truppen in Gang gesetzt werden. Ein bisschen unseriös diese Phantasie. Meinen wir.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen