Das Rätsel Wiedervereinigung: Jetzt steht die EZB am Pranger

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Ostdeutschland sei noch immer nicht richtig integriert, heißt es bei vielen Beobachtern von Merkel-Deutschland. Nun macht die NZZ, die „Neue Zürcher Zeitung“, mit einer Analyse auf, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) Schuld daran tragen könne.

Die Euphorie jedenfalls sei vorbei. „30 Jahre Mauerfall“ sind teils kein Grund mehr zur Freude, wie sich bei den ersten Feierlichkeiten in Leipzig aktuell gezeigt haben soll. Die Umfragen zu den kommenden Landtagswahlen in Thüringen verheißen für die bürgerlichen Parteien nichts Gutes. Zudem würden, so die Intention des Beitrags, viele Bürger mit der „Demokratie“ oder deren „Funktionieren“ nicht zufrieden sein.

Dies stehe im Widerspruch zur wirtschaftlichen Lage. Denn das BIP in Deutschland ist ohnehin recht hoch – im europäischen Vergleich – aber in Ostdeutschland preisbereinigt deutlich stärker gestiegen als im Westen der Republik.

BIP stieg von 43 % auf 75 % des westdeutschen Niveaus

Eine Studie der Uni Düsseldorf hielt fest, dass das BIP in Ostdeutschland 1991 noch bei 43 % dessen gelegen hätte, was es im Westen ausmacht. Dies sei inzwischen weitgehend ausgeglichen, der Anteil stieg auf immerhin 75 %. Insofern auch die Lebenshaltungskosten im Osten geringer seien, würde die Differenz noch kleiner ausfallen.

Allerdings schade dem Osten, so heißt es in einer Studie der Uni Leipzig, die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB offenbar. Denn die Ausweitung der Geldmenge würde Ostdeutschland wegen der schwächeren Kaufkraft einen Wettbewerbsnachteil gebracht haben. Die Firmen im Osten seien „eher binnenmarktorientiert“. Wer wie im Westen viel exportiere, würde durch die nominale Abwertung des Euros, also dessen relativ geringere Kaufkraft (und daraus resultierend höhere Preise) bevorteilt worden sein.

Tatsächlich trifft die Kritik aus Sicht dieser Redaktion nicht ganz ins Schwarze. Allgemein sind die Lebensverhältnisse bei weitem nicht so gut wie wir es gerne hätten – die Euro-Vernichtung läuft seit Jahren und wird derzeit kaum registriert. Der Dollar ist im Verhältnis gleichfalls schwach. Dies lenkt den Blick von den Realitäten… Lesen Sie hier mehr zur Realität.

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