Der Amazonas brennt! Wer ist verantwortlich?

Quelle: Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com

In Brasilien, Bolivien und Paraguay brennen derzeit riesige Gebiete des Amazonas Regenwaldes, über 75.000 einzelne Brände wurden bislang gezählt. Der Rauch ist so stark, dass man ihn sogar aus dem Weltall sehen kann. Hunderte Quadratkilometer brennen, in Brasilien sind dies die schlimmsten Waldbrände seit Jahren.

Bereits am 9. August hat das Land den Ausnahmezustand ausgerufen. Auch in Paraguay und Bolivien brennen große Teile des Regenwaldes, auch die grüne Lunge der Erde genannt. Die Auswirkungen sind nicht mehr nur in den betroffenen Gebieten erkennbar. Auch in der Millionenstadt Sao Paulo verdunkelt sich der Himmel. Mitten am Tag sah es aus wie mitten in der Nacht! Dabei ist Sao Paulo rund 2.000 Kilometer von den Feuern entfernt. Starke Winde blasen den Rauch in die Stadt.

Die Brände bestehen schon seit drei Wochen und pünktlich zum G7-Gipfel meldete sich Frankreichs Präsident Macron mit dem folgenden Satz zu Wort: „Unser Haus brennt“. Wer hinter den Bränden steckt, ist unklar. Doch die Äußerung Macrons beim G7-Gipfel lässt Beobachter vermuten, dass die Brände absichtlich gelegt wurden – demnach vielleicht von dem gleichen „Feuerteufel“, der hinter dem Brand von „Notre Dame“ steckt. „Es handle sich um eine internationale Krise“, so Macron, „weil der Regenwald 20 Prozent des Sauerstoffs der Erde produziere. Daher müsse der Brand des Regenwaldes zum Top-Thema werden“. So ein Zufall?

Es wird behauptet, Bolsonaro habe die Brände selbst aufgrund des kürzlich beschlossenen Mercosur-Abkommens mit der Europäischen Union legen lassen. Bolsonaro dementierte diese Behauptungen aufs Schärfste und sagte, die Brände seien von sogenannten „Klimaaktivisten“ gelegt worden. Macrons Einmischung der EU in die Brände gleiche einer „kolonialistischen Mentalität“, weil „ohne Beteiligung der betroffenen Länder“ diskutiert werden solle. Die Europäer würden zudem übertreiben. Es gebe zwar Entwaldung in Brasilien, aber nicht in der Geschwindigkeit und in dem Ausmaß, wie es die EU behaupte.

In der Tat macht die Unterstellung, Bolsonaro habe die 75.000 Brände selbst gelegt, wenig Sinn. Was hätte Brasilien davon, wenn der gesamte Regenwald abbrennt? Bolsonaro lässt die Brände bereits von der Armee mit Löschflugzeugen bekämpfen. „Der Schutz des Regenwaldes ist unsere Pflicht“, sagte Bolsonaro. „Wir sind uns dessen bewusst und werden handeln, um Abholzung und kriminelle Aktivitäten zu bekämpfen, die die Menschen im Amazonas gefährden. Wir sind eine Null-Toleranz-Regierung bei Verbrechen, und auf dem ökologischen Feld wird das nicht anders sein“, so Bolsonaro.

Bundeskanzlerin Merkel unterstützt selbstredend die Forderungen Macrons, die Brände im Amazonasgebiet auf die Top-Agenda des G7-Gipfels zu setzen: „Wenn die sieben großen Industrienationen zusammenkommen, gehört auch nach Überzeugung der Bundeskanzlerin diese akute Notlage des Amazonas-Regenwaldes auf die Tagesordnung. Da hat der französische Präsident die Bundeskanzlerin ganz an seiner Seite“, sagte Merkel-Sprecher Seibert.

Dass dieses „Klima-Pearl-Harbour“ nicht zufällig kommt, ist offensichtlich. Es kommt genau zum G7-Gipfel und zu einem Zeitpunkt, wo die Diskussion um den angeblich vom Menschen gemachten Klimawandel in neue Gesetze und Repressalien gegossen werden soll – und zwar EU-weit.

Die „Welt“ hat ein Video von „Bloomberg“ veröffentlicht, das einen kurzen, heimlichen Mitschnitt eines Treffens zwischen Merkel, Macron, Donald Tusk (für Juncker), Boris Johnson und Giuseppe Conte zeigt. Nicht dabei sind Shinzo Abe, Donald Trump und Justin Trudeau. Vordergründig geht es um die Brände im Amazonas. Tatsächlich dürften dort die neuen Klimaziele und Gesetze für die EU beschlossen werden.

Hinzu kommt, dass Macron das Mercosur-Abkommen in seiner jetzigen Form aus Sorge um die eigene, französische Landwirtschaft nicht ratifizieren wollte. Er hatte sich Anfang Juli gegen die endgültige Ratifizierung des von der EU ausgehandelten Vertrags ausgesprochen und zusätzliche „Garantien“ für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes verlangt. Wer nicht in der Lage ist, diese Puzzleteile zusammenzufügen, dem ist nicht mehr zu helfen. Wird hier ein Riesen-Schauspiel veranstaltet? Wir werden dies verfolgen. Bitte KLICKEN Sie hier. 

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1 Kommentar

  1. Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Ein unübersichtlicher Knäuel von Fake-News, Halbwahrheiten, Vertuschungen und Übertreibungen geistern neuerdings im Weltnetz und den üblich verdächtigen Qual_itätsmedien. Das alles deutet darauf hin: Hier braut sich was zusammen. Was Paraguay betrifft: Hier werden die Dinge dramatischer dargestellt, als sie tatsächlich sind. Sicher gibt es auch da Brände aber nicht in dem Ausmaß, wie manche uns das glaubhaft machen wollen. Anders in Brasilien. Ich weiß aus erster Quelle (zuverlässige Zeugen vor Ort) dass da der Feuerteufel wütet wie nie zuvor in der Geschichte. Und nichts deutet auf eine natürliche Ursache hin. Es werden dort tausende !!! Brände gelegt. Und augenscheinlich mit stillschweigender Duldung (wenn nicht gar auf Anweisung) der brasilianischen Regierung. Insbesondere ihres Präsidenten Jair Bolsonaro. Man darf sich nicht davon irritieren lassen, dass er von sozialistischen Medien als “rechtsradikal” oder abgemildert “rechtskonservativ” eingestuft wird und dass er sich im Clinch mit Macron befindet. Vereinfacht gesagt: Bolsonaro ist keiner der “Guten”. Da kann er medienträchtig noch so viele konservative Ansichten vertreten – vom Kern her ist er ein neoliberaler Sittenstrolch.

    Ähnlich den moralisch verkommenen Juso-Emanzen (“Mein Bauch gehört mir”) ist Bolsonaro der festen Überzeugung, der Regenwald im Amazonasgebiet sei Eigentum der brasilianischen Regierung und er, als Chef des Ganzen, hätte damit freie Verfügungsgewalt. Was dabei mit all der artenreichen Flora und Fauna passiert, inklusive der ca. 1 Million Ureinwohner – ist ihm völlig egal. Es geht um die Erschließung von sogenannten Bodenschätzen, um großangelegte Soja- Monokulturen und Rinderweideflächen und den damit erhofften Profit.

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