Der angebliche E-Nummern-Trick soll sogar Fertiggerichte essbar machen….

www.shutterstock.com, Dmitriy Khvan, 1061056967

Die digitalisierte Welt formt auch unsere Realwelt immer stärker um. Immer weniger Lebensmittelhändler säumen die Straßen, immer weniger Frischware findet den Weg in die Küche. Im Zuge der Klimadebatte gibt es Befürworter der „regionalen Küche“. Nicht viel, aber immerhin etwas, so Kritiker. Nur lassen sich im Winter nicht einmal Heilkräuter sammeln. Gerade deshalb dürfte der Markt für Lieferservices und Fertiggerichte boomen. Mit einem einfache „Nummern-Trick“ sollen Sie sich gegen die Folgen der Fertig-abfütterei jedoch schützen können:

E-Trick: Die „E“ zählen

Emulgatoren sind Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln, die geschmackliche Wunder vollbringen sollen, die Haltbarkeit beeinflussen oder die Produktion vergünstigen. Der „Trick“, so meinen Befürworter, bestünde darin, die Liste der Inhaltsstoffe von Fertiggerichten zu betrachten und schlicht die „E“ zu zählen. Das Motto: Je weniger, desto besser.

Passend zur Winterzeit allerdings erinnern wir an eine Studie des Verbrauchermagazins „Super.Markt“ vom „RBB“. Demnach haben Fertiggerichte sehr schlechte Langfristwirkungen für Ihre Gesundheit.

„Eine Untersuchung (würde zeigen, dass (…) die Fertiggerichte bereits mit einer Mahlzeit die Menge an Salz abdeckten, die wir als Menschen täglich benötigten. Der Salzverbrauch gilt als eine der wesentlichen Ursachen für „Bluthochdruck“ sowie „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“. Wer sich gesund ernähren möchte und das Risiko solcher Erkrankungen als zu hoch einschätzt, sollte Salz reduzieren. Also auch und vor allem Fertiggerichte.

„Nahezu alle Fertiggerichte der Stichprobe decken die Menge an Salz bereits mit einer Portion zum großen Teil oder sogar vollständig ab“, lässt die Ernährungsexpertin Katrin Hofschläger wissen, die für die Verbraucherzentrale in Brandenburg die Untersuchung kommentiert.

Auch die aktuelle Agrarministerium Julia Klöckner warnt bereits. Die aber hat eine „Grundsatzvereinbarung zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten“ vorgestellt, die lediglich „freiwillig“ eingehalten werden muss.

Fertiggerichte stehen auch bei dem Lebensmitteltechnologen Stephan Lück auf dem Index. So sollen insbesondere die „Billigvarianten“ der Fertigprodukte „zum größten Teil aus einem kleinen Chemielabor“ stammen, heißt es in einem Agenturbericht. Die GroKo indes hat diese Erkenntnisse, die nicht neu sind, seit langen Jahren bereits ignoriert. Fett, Zucker und Salzverbrauch in Deutschland sind weiterhin alarmierend hoch.

Das Thema scheint jedoch nach Meinung von kritischen Beobachtern nicht einfach „vergessen“ worden zu sein, sondern gegebenenfalls sogar die wirtschaftlichen Interessen der Industrie zu bedienen. Suchtstoffe erhöhen die Abhängigkeit etwa von Fertiggerichten. Insofern ist schon hier der Ansatzpunkt für die Reform der aktuellen Lebensmitteltechnologie zu sehen. Nur: Die GroKo hat kein Interesse daran. Wetten, dass?“

 

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen