Der Einfluss von NGOs und Think Tanks auf Krisen und Kriege

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Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und Think Tanks beeinflussen unverändert den Lauf der Geschichte. Auch aktuell sind die westlichen Staaten fast weltweit unterwegs, um ihre eigenen Ansprüche durchzusetzen und im Zweifel willfährige Regierungen an die Macht zu bringen. Unterstützt von scheinbar hilfespendenden Organisationen oder neutralen Institutionen wie den Think Tanks. In einem interessanten Beitrag auf www.world-economy.eu hat Wolfgang Bittner eine Auflistung vorgenommen.

Atlantik-Brücke: Gut bekannt

So gibt es etwa die „Atlantik-Brücke“. Vielgenannt, kaum bekannt. Dieser Vereinigung gehören illustre Namen aus Politik und Medien an. Dazu zählt zunächst die Kanzlerin selbst, Angela Merkel. Friedrich Merz ist dabei, der Aufsichtsratschef von BlackRock Deutschland. Der vormalige ABlußenpolitiker der Union, Friedbert Pflüger, sein SPD-Pendant Karsten Vogt, die Oppositionellen Christian Lindner oder Alexander Graf Lambsdorff von der FDP. Auch Omid Nouripour von den Bündnisgrünen gehört der Gesellschaft an.

Die Medien sind zudem mit bekannten Figuren bestens vertreten. Dazu zählt Claus Kleber vom ZDF. Kai Diekmann, vormals Chefredakteur der Bild-Gruppe. Josef Joffe, der die „Zeit“ herausgibt oder der außenpolitische Leiter der Süddeutschen Zeitung, Stefan Kornelius.

Nicht zu vergessen sind Namen wie Theo Sommer von der Zeit, Ulrich Wickert, allseits bekannter Journalist und vormals Moderator der Tagesthemen in der ARD. Wolfgang Schäuble, heute lediglich noch Bundestagspräsident oder Ursula von der Leyen und Norbert Röttgen von der Union.

Nun könnte der Verein ein einfacher „Verein“ ohne besonderen Zweck sein. Nur schreibt etwa Norbert Häring, bekannter Journalist, über den „Atlantic Council“, dass dieser mächtigen Einfluss hat. Permanent. Gerhard Schröder wird als Russland-Freund vorgeführt. Unternehmens-Lenker wie Wolfgang Büchele oder Klaus Mangold wurden ob ihrer Russland-Freundlichkeit faktisch aus den Ämtern gehievt oder desavouiert, indem er im Zusammenhang mit den sogenannten Paradise-Leaks vorgeführt wurde. Und so fort: Die zahlreichen Verbindungen haben heute noch massiven Einfluss auf Gesellschaft, Gesellschaftsdarstellung in den großen Medien und auf die politischen Entscheidungsträger. Nur erwähnt dies (fast) niemand.

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1 Kommentar

  1. Man muss das weltweit sehen.
    In der globalen Elite lebt die Überzeugung, dass Demokratie, die auf der Mündigkeit und Urteilsfähigkeit aller Bürger beruhe und in der jeder ein kompetentes Verständnis in öffentlichen Angelegenheiten erwerben könne, eine undurchführbare Fiktion sei. Der amerikanische Journalist und Mitbegründer des CFR Walter Lippmann gab dieser Auffassung in seinen Büchern Öffentliche Meinung (1922) und Phantomöffentlichkeit (1925) ungeschminkt Ausdruck. Politische und soziale Themen sollten besonderen Experten vorbehalten bleiben, die in eigens geschaffenen Instituten und Einrichtungen die für die ausführenden Politiker maßgebenden Vorschläge erarbeiten müssten. Lippmann lieferte den „Eliten“ nach außen ihre theoretische Grundlegung als neue geistige Aristokratie, die über die große Masse gleichsam diktatorisch zu herrschen berechtigt sei. Vgl.:
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/01/22/aristokratische-demokratur/

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