Der Fall der Saudis und die Schlacht nach ISIS

Die Spannungen steigen, während der neue Saudi-Prinz die Führung übernimmt
Thierry Meyssan: Saudi-Arabien vor dem Zusammenbruch

Kommentar: “Die Sauds und die Bin Ladens waren enge Verbündete der Bush-Familie, die alles in dem 9/11-Angriff zu gewinnen hatte. Die einzige Möglichkeit, die Rolle der Saud-Familie offenzulegen ist, dass ein saudischer Informant an die Öffentlichkeit tritt; aber das wird möglicherweise erst nach dem unvermeidlichen Sturz der saudischen Monarchie der Fall sein. Wie viele Saudis wissen, marschiert die Saud-Familie nicht nur im Gleichschritt mit den Amerikanern und Israelis, sondern ihre Mitglieder ………. , die ursprünglich im heutigen Kuwait lebte. Wahhabismus dient in der Tat den Interessen des zionistischen Israel, die beide Extremismus und Sektierertum betonen, was den Nahen Osten in ständiger Unruhe hält und die Herrschaft der wahhabitischen Sauds und der Zionisten erweitert.”

Der bekannte amerikanische Journalist Wayne Madsen in einem Interview im Dezember 2010. [Kommentar Ende]

 

von  Gordon Duff  – erschienen am 31.10.2016 auf http://journal-neo.org – Übersetzung: politaia.org

Der Irak wird in Saudi-Arabien einmarschieren und es zerstören. Sie hätten es damals 1990 getan, wäre da nicht das Geschwafel von George H.W. Bush gewesen, der anfänglich den Schritt autorisierte und dann seine Einwilligung zurückzog. Dies geht aus Stellungnahmen des ehemaligen Kongressabgeordneten Ron Paul hervor, die auf Wikileaks-Hacks des State Departments basieren.

Saddam wurde 1990 blockiert und das mag sich für alle Beteiligten als großer Fehler herausstellen. Als die USA 2003 zurückkehrten, war es saudisches Geld, das den sunnitisch-wahhabitischen Krieg gegen die Koalitionsregierung in Bagdad finanzierte, ein Krieg, der bis heute anhält, mit demselben Ensemble von Charakteren, demselben saudischen Geld, nur nennt man das heute “ISIS“.

5000 Amerikaner sind beim Kampf gegen den von den Saudis bezahlten ISIS gefallen.

Die Saudis wußte immer, dass der Irak ihnen ihren Übermut nur solange erlauben würde, solange sie einem Zweck dienten. Als der Krieg gegen den Iran 1988 endete, war dieser Zweck erfüllt.

Die saudischen Zersetzungsaktivitäten im Irak, wo sie Stamm gegen Stamm aufhetzten und den kurdischen Separatismus in Partnerschaft mit dem israelischen Geheimdienst beförderten, beschleunigte sich, als die Amerikaner unter Obama ihre Militärpräsenz zurückfuhren.

Bis zum Jahre 2014 wurde eine Logistik- und Kommandostruktur zur Zerstörung Syriens und des Irak eingerichtet, deren Hauptquartiere in den saudischen Botschaften in Beirut und Amman residierten. Weiterhin entstanden militärische Operationszentren, die von den Israelis entworfen und gebaut wurden, an Schlüsselstellungen in der Türkei; diese Operationszentren wurden schleunigst mit Satellitenanlagen in Syrien und dem Irak ergänzt.

Die Saudis spürten, dass ihnen die Zeit davonlief, daß ihr jahrzehntelanger militärischer Aufbau – basierend auf die endlosen Ölströme und auf den Ertrag ihrer Investitionen – nicht mehr lange aufrechtzuerhalten war. Sie mussten Syrien und den Irak auschalten und dabei Israel, die Türkei und die NATO als ihre Strohmanner einsetzen; sie mussten die USA dazu bringen, den Iran zu zerstören und Jemen von Bedrohungen zu säubern.

Sie bestachen jeden, der auch nur in ihre Nähe kam. Steckten die Saudis wirklich hinter dem Arabischen Frühling? Sehen wir die Hände der Saudis im Spiel, wenn Israel Hamas-Kämpfer in das Yarmouk-Camp außerhalb von Damaskus schleust, um den ISIS zu unterstützen?

Das sind die aufschlussreichen Vorgänge, die nur wenige sehen……die aber das nötige Wissen liefern, um eine Zukunft vorherzusagen, in der das “Dunkle Königreich” höchstwahrscheinlich nicht mehr vorkommt.

Die Welt ist vom islamischen Extremismus und von Terrordrohungen schier besessen, aber warum schaut keiner nach, woher das kommt, wer dieses finanziert, wessen Ideen dahinter stecken und wem es dient? Man zeigt mit den Fingern auf den Mossad und die CIA und viele andere, aber das eigentliche Problem ist der Wahhabismus und die wirkliche Wurzel all dessen ist Saudi-Arabien.

Es gibt keine Version von 9/11, welche den Saudi Mohammed Atta nicht als Planer von 9/11 beschuldigt [tatsächlich?, Anm. d. Ü.] ob nun israelische Kunststudenten mitgeholfen haben oder Osama Bin Laden, hängt von der jeweiligen Version ab. Die Saudis waren es und amerikanische Zivilgerichte sind nun stark damit beschäftigt, die Schäden einzuschätzen.

Öl-Gelder und staatliche Immunität und natürlich die Kontrolle über den UN-Menschenrechtsrat, aus dem Russland gerade hinausgeschmissen wurde, schützen sie auch, trotz ihre Untaten und ihrer Vorliebe fürs Köpfen.

Was sich gerade abspielt, führt unweigerlich in eine Richtung: Zu einem stärkeren Irak unter schiitischer Kontrolle, wobei die wirtschaftlich starken sunnitischen Familien zu ihren Zweitwohnsitzen nach Dubai und Katar migrieren werden. Die angeschlagene Armee, mit der die USA den Irak bedachten, wird verschwinden und von mächtigen Milizen abgelöst, welche vom Iran ausgebildet werden.

Die von den Amerikanern ausgebildete Armee ist dem ISIS beigetreten. Wäre sich Premierminister Maliki damals im Jahre 2014 der Gefahr bewußter gewesen, wäre er gegen die Armee vorgegangen. Was aber zu einem erneuten Bürgerkrieg geführt hätte, der nur mit einer iranischen Intervention beendet hätte werden können; und der Iran litt zu der Zeit unter den Sanktionen und der Drohung einer amerikanischen Intervention.

Diese Gefahr gibt es nun auch nicht mehr. Diese Welt ist zu Ende oder wird bald von Mossul und Aleppo aus bestimmt. Niemand hatte mit der Entschlossenheit Bagdads gerechnet oder mit der Partnerschaft zwischen Russland und Syrien. Immer noch fraglich ist die Rolle der Türkei. Klar ist, dass ihnen irgendwer Aleppo und Mossul versprochen hat, wie man an ihren Militäreinfällen nach Syrien und in den Irak sehen kann.

Exxon-oel-irakWenn die Saudis glauben, dass die Türkei auch nur einen Finger hebt, um die Wut des Irak zu blockieren, träumen sie. Die Türkei weiß, dass sie Frieden mit dem Iran haben kann und beide Staaten ähnliche Idden über die Kurden haben. Das überwiegt bei weitem alle türkischen Ambitionen im Süden. Die Türkei mag wohl ein neues Ottomanisches Reich planen, aber Saudi-Arabien steht nicht auf der Speisekarte für eine türkische Besetzung.

Bleibt nur der Schutz der USA und die kommenden Wahlen. Gibt es irgendeinen amerikanischen Politiker, der gegen den Irak opponieren würde, wenn dieser 2020 oder 2021 Saudi-Arabien angreifen würde? Die Vorhersage ist folgende: Der Irak wird aus dem Krieg intakt hervorgehen und zwar mit einer siegreichen Armee, die zum ersten Male wirklich Bagdad gegenüber verantwortlich ist. Die schmerzhaften Verluste von Mossul nach der Schlacht mit 20.000 oder mehr toten Zivilisten werden der nationalen Feindschaft gegenüber Saudi-Arabien keine Grenzen setzten.

Die sunnitischen Gangster von Anbar, welche mit den Saudis gemeinsame Sache machten, sind zumeist tot, viele von ihnen wurden durch den ISIS geköpft. Der versprochen Kurdenstaat in Erbil, das sogenannte Barzani-Sultanat, wird keine Kontrolle über die großen Ölfelder von Kirkuk und über die Ceyhan-Pipeline vom ISIS erhalten, wie es wohl geplant war.

Ohne diese Aktivposten wird Erbil zwar [immer noch] eine starke kommerzielle Stellung behalten, aber niemals die kurdische Diaspora erreichen und die Millionen Kurden heimholen können, noch dazu unter eine fragwürdige Herrschaft, die von den Deals abhängig ist, die Erbil mit jedermann macht. Eines Tages wird Erbil zu einer Geisterstadt, die zurückgekehrten Söhne werden wieder auswandern und die türkischen Ambitionen werden sich scheinbar von selbst erfüllen.

Es scheint nun, dass der Irak überleben wird. Der Irak weiß auch …., dass der einzige Weg in  seine Freiheit über den Fall von Saudi-Arabien führt.

Und dann gibt es noch den Iran.

Quelle:
http://journal-neo.org/2016/10/31/the-fall-of-the-saudis-the-battle-after-isis/

Lesen Sie auch:

http://www.politaia.org/terror/es-brodelt-im-saudischen-feudalstaat/

http://www.politaia.org/iran/saudi-arabiens-ein-werkkzeug-des-zionismus/

 

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