Der Feind hört mit: Wie in den USA Studenten Amazon Echo-Lautsprecher erdulden müssen

Quelle: shutterstock.com

Wer in den USA Student ist, dürfte bald schon vom Staat abgehört werden. Unfreiwillig und mit Hilfe von Amazon. Die Echo-Lautsprecher werden künftig in der St. Louis University installiert und sind geeignet, Leben und Reden der Studenten aufzuzeichnen, zu speichern und zu übermitteln. Die Lautsprecher waren ohnehin in der Kritik zahlreicher Datenschützer. Nun sollen sie die Studenten offenbar technischer besser „ausstatten“ – die dafür aber nicht gefragt werden.

Anonyme Datensammlung

Gegen aufgeregte Kritik und Kritiker gehen die Betreiber natürlich direkt vor. Die Universität hat mit Amazon eine Partnerschaft aufgelegt und werden dabei nur „anonym“ erfasst. Sie werden nicht einzelnen Konten von Nutzern zugeordnet, heißt es. Es wird auch keine Aufzeichnung über die Fragen geben, die gestellt worden sind, versichert die University. Die Studenten sollen vielmehr durch den Umstand, dass sie den Lautsprechern Fragen stellen können, bei der Recherche Zeit sparen können. Die Ausbildung würde damit also effizienter und dies sei im Sinne der Studenten, so jedenfalls einige Befürworter.

Natürlich müssen die Studenten die Lautsprecher nicht ertragen. Sie können, so die Universität, ja gleich den Stecker ziehen. Allerdings nur dann, wenn die Mitbewohner dies genauso sehen. Die Lautsprecher könnten dann eben sogar an einem anderen „sicheren“ Ort aufbewahrt werden. Ein seltsamer Vorschlag – denn er basiert ja auf der Vorstellung, die Studenten seien sich der Kritik am Gerät bewusst und einig.

Zudem ist der Datenschutz ohnehin fragwürdig. Die Lautsprecher müssen die Fragen ja sogar aufzeichnen, um die Qualität der Antworten nach und nach zu verbessern. Genau darin liegt eine der vermeintlichen Stärken solcher Geräte. Zudem haben Techniker nachgewiesen, dass die Lautsprecher sich als Spion einsetzen lassen.

Herzlich Willkommen, Zukunft.



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1 Kommentar

  1. Stimmenanalyse. Die Wiedererkennung klappt dann auch im “Volksgemurmel”. Hauptsache es existiert eine Datenbank aus der ersichtlich ist wann und wo das Stimmuster xxxzzzuyyb wann, an welchen Orten was gemurmelt hat. Die Zuordnung ist dann ähnlich wie heutzutage der Vergleich mit den Fingerabdrücken, wenn man jemanden auf Taten “überprüft”.
    Soll ja auch nicht geheim bleiben. Steht ja in jeder “Nutzungsvereinbarung”.
    Und die muß man akzeptieren, weil es ja alle Anderen auch machen….
    Im obengenannten Fall würde mich da aber das gerichtsfeste Einverständnis doch interessieren.
    Ist ja vergleichbar wenn ich mit jemanden an einem Tisch sitze und Der seine Wischwanze auf selbigen legt. Und Der wird auch noch in seinem dümmlichen Geltungswahn bestärkt

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