Der große „Spiegel“-Fake: China als das große Monster

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Geht es nach dem „Spiegel“, erobert der große chinesische Drache mal wieder die Welt. Das Land treibe seine Partner – in den Entwicklungsländern vor allem – in eine „Schuldknechtschaft“ und erobere so sozusagen die Welt. Diese Aussage ist ausgesprochen fragwürdig bzw. in vielen Teilen falsch. So falsch, dass es sich lohnt, die Struktur zu untersuchen. Angeregt wurde der Beitrag durch eine Analyse, die auf den „Nachdenkseiten“ auftauchte.

China vergibt „Kredite“ – reine Staatsanleihen…

Der „Spiegel“ spricht in seiner Analyse von einer „Billionen“-Bombe, die von China ausginge. Die Billionen-Bombe umfasst Forderungen von etwa 6 Billionen Dollar. Dieses Geld schuldet das „Ausland“ dem Reich der Mitte. Zum Vergleich: Hätten wir wie vor Jahren „nur“ 6 Milliarden Weltbewohner, dann würde jeder Erdenbürger, inklusive aller Kinder, etwa 1.000 Dollar Schulden allein in China.

Die durchschnittliche Haushaltsgröße in Deutschland liegt bei etwa 2,3. Jeder Haushalt würde also sogar Schulden in Höhe von 2.300 Dollar allein China gegenüber angehäuft haben – und dies gilt auf der ganzen Welt. Was steckt dahinter?

Die Chinesen haben tatsächlich vor allem Staatsanleihen aufgekauft, vornehmlich aus den USA. Der Staat hat sich mit diesen Schuldpapieren einfach Geld auf dem Markt gekauft, die Chinesen haben etwa 1,4 Billionen Dollar Staatsanleihen aufgehäuft. Die Euro-Zone hat Staatsanleihen im Wert von gut 850 Milliarden Dollar an China verkauft. Deutschland hat davon 370 Milliarden Dollar aufgenommen. Japan liegt mit 210 Milliarden Dollar Staatsanleihen im Rennen, die Briten haben Anleihen im Wert von 190 Milliarden Dollar an China „verkauft“.

Die angebliche „Bombe“ allerdings, die niemand so richtig kennen soll, existiert indes nicht. Es handelt sich um ganz normale Staatsanleihen. Sehen wir uns den genannten „Gesamtkredit“ aber einmal näher an. Die Chinesen haben dem Ausland gegenüber insgesamt 6 Billionen Dollar Forderungen. Immerhin. Deutschland weist insgesamt „brutto“, also ohne Gegenrechnung bezogen auf die eigenen Forderungen, einen Bestand an Auslandsforderungen in Höhe von 8,4 Billionen Euro aus, also mehr als 9 Billionen Dollar.

„Netto“ sind die Forderungen Deutschlands mit 2,35 Billionen Dollar immer noch sehr hoch. Da ist allerdings die chinesische Forderung mit 2,13 Billionen Dollar gleichfalls geringer. Wo also liegt das Problem?

In Deutschland existiert Angst vor der Seidenstraße, der neuen „Handelsroute“, die nur ein Sinnbild für neue Handelsräume Chinas ist. Die Chinesen vergeben dabei Kredite an ärmere Länder bzw. an arme Kredite – und dies aus zwei Gründen.

China versucht zum Einen, die ärmeren Länder natürlich von den eigenen Darlehen abhängig zu machen. Je höher die Darlehensanteile an der gesamten Finanzierung sind, desto größer werden die Zugeständnisse sein. Zudem, zum Anderen, sucht China darüber wiederum Einfluss auf die betreffenden Länder zu gewinnen. Diese sind sowohl als Absatzmärkte wie auch als Produktionsstätten interessant.

Doch, und hier schließt sich auch der Kreis auf den „Nachdenkseiten“, machen die Chinesen exakt das, was IWF und Weltbank seit Jahr und Tag praktizieren. Die Entwicklungshilfen sind gekoppelt an „Liberalisierungen“. Diese allerdings orientieren sich vor allem daran, die jeweiligen Märkte gegenüber den westlichen Staaten zu öffnen.

China also arbeitet mit denselben Methoden wie der Westen, nur dass das Volumen geringer ist. Wo liegt das Problem? Hier weitere Hintergründe zur geopolitischen Strategie des Westens….

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