Der Huawei-Bluff: Die Chinesen bauen längst deutsche Infrastruktur

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Huawei gilt als eines der „gefährlichsten“ Unternehmen der Welt, so der Tenor, der teils zu vernehmen ist, wenn es um die Beteiligung am Ausbau von „5G“ geht. 5G erlaube es den Chinesen, die Infrastruktur auszuforschen und zu manipulieren, so die geäußerte Sorge der Amerikaner. Zwei deutsche Städte arbeiten nach einem Bericht von „faz.net“ schon lange mit Huawei zusammen. An der Infrastruktur.

Wer wäre die Alternative?

Es geht um die „Smart City“, das heißt die Vernetzung diverser Funktionen innerhalb einer Stadt. Krankenhäuser, Behörden etc. zu verbinden, mache die Städte und Regionen leistungsfähiger, so die Vorstellung. Huawei hilft: In Gelsenkirchen und in Duisburg. Muss man sich Sorgen machen? In mehr als 40 Ländern soll das chinesische Unternehmen bereits mitwirken, und dies in 160 „anderen“ Städten. Die Ausschreibung in den beiden deutschen Städten habe Huawei dabei gewonnen. Das Unternehmen überzeugte durch den Preis sowie die Leistungsfähigkeit der angebotenen Pakete.

Tatsächlich ist dies kein Qualitätsbeweis bzw. eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Nur fragt der „Sprecher“ des Bürgermeisters der Stadt Gelsenkirchen, wer die Alternative sei. „Cisco“? Das US-Unternehmen hat nachweislich mit dem US-Auslandsgeheimdienst NSA zusammengearbeitet, der Geräte des Unternehmens nutze.

Die Zusammenarbeit mit Huawei liefe dem Vernehmen nach recht gut. Die öffentlichen W-Lan-Angebote werden umfangreicher, die Kommunikation der Feuerwehr mit den Einwohnern der Stadt würde besser und die Stadtverwaltung arbeite effizienter und koordinierter.

Die sogenannten Router für die Zusammenarbeit liefert wiederum Huawei. Erst Ende Februar vereinbarte Gelsenkirchen mit Huawei, die Kooperation künftig noch auszubauen. Dabei gäbe es zunächst ein „digitales Freiluftlabor“, bei dem Mülltonnen signalisierten, wenn sie in naher Zukunft geleert werden sollten. Zudem würde Autos automatisch Parkplätzen zugewiesen, die frei sind.

Riskanter in den Augen der USA dürfte vor allem die Zusammenarbeit Duisburgs mit Huawei sein. Schließlich möchte China über die die „Neue Seidenstraße“ Zugriff auf Häfen haben. In Duisburg gibt es einen solchen – wichtigen – Hafen.

Geht es am Ende lediglich darum, die unliebsame Konkurrenz aus China per politischer Beschwerde auszuschalten?

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