Der Irre von Tel Aviv: Netanjahu träumt über den Wolken im Luxus-Bett

TEL AVIV, 13. Mai (RIA Novosti).

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich für eine Dienstreise eine Schlafkabine im Flugzeug maßschneidern lassen. Die Kosten von knapp 100 000 Euro haben für einen Aufschrei im Land gesorgt – das Bett soll bei künftigen Flügen nicht mehr zum Einsatz kommen.

Das „Schlafzimmer“ mit Doppelbett war im April für Netanjahus fünfstündigen Flug nach London zur Trauerfeier für die verstorbene britische Ex-Premierministerin Margaret Thatcher eingerichtet worden. Nachdem das israelische Fernsehen über den stolzen Preis der Gemächer – 127 000 Dollar an Steuergeldern – berichtet hatte, musste der Regierungsschef sich rechtfertigen.

„Als der Premierminister erfuhr, wie viel das gekostet hatte, ordnete er an, für Flüge nach Europa keine Schlafkabinen mehr zu installieren“, verlautete aus der Kanzlei Netanjahus. In der Mitteilung wird dabei betont, dass der Ministerpräsident nach dem Nachtflug nach Großbritannien (nach einem arbeitsreichen Tag) an offiziellen Zeremonien teilnehmen und Gespräche mit ausländischen Staatsspitzen führen musste. Da der israelische Premier keinen eigenen Jet besitzt, wird für Staatsbesuche eine Maschine geleast.

Die israelische Presse ließ nach dem Betten-Skandal kein gutes Haar an Netanjahu und seiner Frau Sara.

„Selbst ein Fünf-Stunden-Flug ist für sie zu anstrengend. (…) Bibi (Netanjahus Spitzname, Red.) ist der König, wenn König und Königin ein Flugzeug besteigen, spielt der Preis keine Rolle“, schreibt die Zeitung „Jediot Ahronot“. Netanjahu möge sich Präsident Shimon Peres als Vorbild nehmen – dieser gebe sich mit 89 Jahren auf Reisen mit einem gewöhnlichen Sitz in einem gewöhnlichen Linienflugzeug zufrieden.

Die Bett-Geschichte spielt sich vor dem Hintergrund der Regierungsverhandlungen um einen neuen Haushalt ab, der das wachsende Defizit eindämmen soll – und höchstwahrscheinlich Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen mit sich bringt. Mehr als zehntausend Menschen demonstrierten am Samstagabend in Tel Aviv und anderen Städten des Landes gegen die drohenden Budgetkürzungen.

http://de.rian.ru/world/20130513/266100205.html

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