Wer waren Karl Marx und Friedrich Engels wirklich?

Marx und Engels
Marx und Engels

Der Marx-Engels-Schwindel

von Wolfgang Waldner

Zu allen Zeiten waren die herrschenden Kreise und Regierungen bestrebt, ihre Agenten an die Spitze der oppositionellen Bewegungen zu setzen. Mit den Machtmitteln, über die Regierung und Kapital verfügen, ist das auch kein Problem. Wir werden das Thema hier nur am Beispiel von Marx und Engels näher beleuchten, aber sie sind selbstverständlich keine Einzelfälle, sondern nur besonders gute Beispiele für die Unterwanderung und Zersetzung oppositioneller Bewegungen.

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Jenny von Westphalen um 1835. Gemälde von unbekannter Hand. – Quelle: Wikipedia

Dass Karl Marx, verheiratet mit Jenny von Westphalen, der kleinen Schwester des preußischen Innenministers Ferdinand von Westphalen, der bis heute gerühmte Vordenker des Kommunismus wurde, ist also kein Zufall. Man vermutet zuerst, Karl Marx müsse ein Jahrhundertgenie gewesen sein, dessen wichtige Erkenntnisse sogar im Kapitalismus nicht länger unterdrückt werden können und an allen Hochschulen (wenigstens bei den Soziologen) intensiv von den Professoren, Dozenten und Studenten diskutiert werden müssen. Dass genau das Gegenteil der Grund ist, warum Marx den Studenten und Bürgern von Professoren, Politikern und Journalisten immer wieder heiß empfohlen wird, darauf kommt so leicht keiner. Selbstverständlich redet kein Leser offen darüber, Das Kapital von Marx ohne Gewinn durchgeackert zu haben, man könnte ihn ja für einen Dummkopf halten, der die großen Gedanken nur nicht verstanden hat. Also versichert einer dem anderen, wie sehr ihn die tiefen Erkenntnisse von Karl Marx beeindruckt hätten, und wenn das so viele behaupten, wagt überhaupt niemand mehr, dem zu widersprechen.

Die herrschenden Kreise sehen ihren Vorteil darin, dass sich mit dem Marxismus für alle Gegner und Opfer der kapitalistischen Verhältnisse recht wenig anfangen lässt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein heftiger Widerstand gegen die Verelendung der breiten Massen durch die kapitalistische Industrialisierung. Streiks und gewaltsame Gegenwehr bis hin zu den Anschlägen der Anarchisten gegen Autokraten, Regierungsmitglieder, Industrielle und Bankiers wurden gefürchtet. Seit Marx und Engels die ideologische Führung der Kommunisten übernahmen, diskutieren die Revolutionäre friedlich die Wertformanalyse.

Die Unterdrückung der Anarchisten war das wichtigste Anliegen von Marx in der Ersten Internationale. Deren Gründung ging auf Bestrebungen des Kaisers Napoleon III. zurück, (nach der Marxbiografie von Mehring weil in Frankreich jeder Versuch einer Organisation der Arbeiter noch verboten war) durch diese Internationale in London seine Bourgeoisie stärker von seinem Wohlwollen abhängig zu halten. Marx wurde von Exilfranzosen und Briten engagiert, um die 1864 entstandene Erste Internationale Arbeiterassoziation zu sabotieren, was Marx bereits 1872 mit der Verlegung ihres Sitzes von London nach New York auch gelang, nachdem der französische Kaiser 1870 die Schlacht von Sedan verloren hatte und in preußische Gefangenschaft geraten war.

Napoleon III., Gemälde von Alexandre Cabanel, um 1865. Es war das Lieblingsporträt Kaiserin Eugénies, weil es seine Person am getreusten darstellte.
Napoleon III., Gemälde von Alexandre Cabanel, um 1865. Es war das Lieblingsporträt Kaiserin Eugénies, weil es seine Person am getreuesten darstellte.

Dass die aus Politik und Wissenschaft bekannten zeitgenössischen Vertreter des Marxismus bis heute den preußischen Regierungsagenten Karl Marx und seinen Mitstreiter Friedrich Engels noch nicht durchschaut haben wollen, liegt einfach daran, dass diese Figuren ihre Stellung an Universitäten und in politischen Organisationen ebenfalls als Agenten des Systems erlangt haben; es sind moderne Kollegen von Marx und Engels. Nicht wenige Marxisten wurden sogar in den USA und England auf Lehrstühle der Universitäten berufen, erhalten größte Aufmerksamkeit von den Medien und werden als besonders mutige und große Denker gefeiert. Dafür sind sie dem Kapital behilflich und verweigern jede Diskussion über die geldpolitische Verursachung der Wirtschaftskrisen, die sie mit dem angeblichen “tendenziellen Fall der Profitrate” erklären wollen.

Mit Marktwirtschaft und Privateigentum an Produktionsmitteln musste es zu gewaltigen Vermögen kommen. Diese Vermögen konzentrierten sich bei wenigen reichen und mächtigen Familien. Es waren die skrupellosesten und kriminellsten Persönlichkeiten, die sich in den USA stets als „Philanthropen“ feiern ließen, also die Räuberbarone und Gangsterkapitalisten wie etwa Rockefeller und Morgan, die schließlich mit ihren Trusts und Konzernen die Staaten und deren Politik beherrschten.

Sie inszenieren Kriege und Wirtschaftskrisen zur weiteren Mehrung ihres Vermögens und ihrer Macht. Sie beherrschen nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Massenmedien, die Parteien und nicht zuletzt mit ihren Verlagen, Stiftungen und Forschungsaufträgen die Wissenschaft und die Schulen und Universitäten. Eine Weltrevolution brauchen sie nicht zu fürchten. Bei ihrem Einfluss auf die Gesellschaft lassen sich keine Mehrheiten friedlich für eine Diktatur des Proletariats mobilisieren und alle Gewaltmittel sind ebenfalls unter Kontrolle der Finanzoligarchie.

Fürchten mussten sich die Oligarchen allein vor der Bildung eines an Zahl ebenso geringen Kreises gut informierter, organisierter und handlungsfähiger Gegner, die nicht wie die Marxisten von der Weltrevolution phantasieren und die lohnabhängigen und damit leicht erpressbaren Arbeiter zu mobilisieren versuchen, was immer vergeblich bleiben wird. Ein ganz kleiner, dafür gut organisierter und finanziell unabhängiger Kreis, der über die Verbrechen der Oligarchen aufklärt, die nächste Inszenierung von Krisen und Kriegen zu verhindern versucht und deren Urheber bekämpft, ist der Alptraum aller Plutokraten. Autokraten wie der russische Zar fürchteten die Anarchisten und nicht die Marxisten, weshalb Das Kapital von Marx in Russland unbeanstandet gedruckt und verbreitet werden durfte und die Ochrana gezielt Marxisten förderte, die Marx dann studierten und diskutierten, so dass die rebellischen Bürger und die Studentenschaft beschäftigt waren.

Besonders nützlich erwiesen sich bis heute die Neomarxisten gegen die Keynesianer. Der Neomarxismus hatte die Generation der 68er überzeugt, dass jede Diskussion über die Geldpolitik eine „verkürzte Kapitalismuskritik“ wäre und Keynesianer nur den Kapitalismus retten wollten. Die für Krisen und Kriege verantwortlichen Finanzkapitalisten und Familien der Hochfinanz wären selber Opfer des kapitalistischen Systems und seiner Zwänge der Kapitalverwertung. Das Privateigentum an den Produktionsmitteln sei das Problem und nur die sich erst nach der vollen Entfaltung dieses Kapitalismus irgendwann ereignende Weltrevolution dessen Lösung; womit die Marxisten jeglichen Widerstand gegen die herrschende Finanzoligarchie zerreden und sabotieren, um stattdessen von ihrer Weltrevolution zu träumen wie die Kirchgänger vom jüngsten Gericht.

Mit Karl Marx, dem angeblich so tiefen und gefährlichen Denker, wurden in den 70er Jahren erfolgreich die Keynesianer im politischen Bewusstsein der gutgläubigen 68er-Generation übertrumpft. Nach den Verantwortlichen und den Urhebern von Kriegen und Krisen zu suchen, wäre unsinnig, weil das kapitalistische System und nur das System, nicht bestimmte Vertreter der herrschenden Klasse, für diese Verbrechen verantwortlich wäre und nur die Weltrevolution die Probleme an der Wurzel erfasse. Außerdem seien die Krisen des Kapitalismus längst von Karl Marx “wissenschaftlich” analysiert und als unvermeidbar vorhergesagt worden. Die Marxisten jubelten mit jeder Krise und erhofften sich jetzt den Beginn ihrer Weltrevolution, während die Kapitalisten die Massenarbeitslosigkeit ganz gezielt und ungestört dazu nutzen konnten, den lohnabhängigen Arbeitern das Rückgrat zu brechen und jeden Mut zur Gegenwehr gegen Lohnkürzung und Sozialabbau auszutreiben.

An der Stelle höre ich stets den Einwand, dass der Marxismus doch in Russland über die reaktionäre Zarenherrschaft triumphiert und so seine Gefährlichkeit erwiesen habe.

Das ist eigentlich eine längere Geschichte, die hier nur kurz angerissen werden kann: Russland war eine Bedrohung für das Britische Empire. Es liegt zentral in Eurasien und die Briten fürchteten, dass der Welthandel vom Pazifik nach Europa bald auf Schienen durch Russland abgewickelt werden könnte, statt auf den von den Briten kontrollierten Seewegen. Die russische Bedrohung der Türkei und ihrer Kontrolle des Bosporus und die russische Expansion in Richtung Iran und Indien wie Ostsibirien hatte im britischen Weltreich bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts Gegenkräfte mobilisiert.

Zu diesen Feinden Russlands zählte David Urquhart, ein Agent der britischen Krone. Dessen Mitstreiter wurde Karl Marx gleich nach seiner Ankunft in England. Britische Agenten im Kaukasus, die den Widerstand der Kaukasusvölker, damals vor allem der Tscherkessen, gegen ihre Unterwerfung durch Russland förderten und organisierten, brachten dann auch den „Marxismus“ nach Russland. So fand Stalin in Tiflis und Baku ein von David Urquhart und seinen Nachfolgern aufgebautes Netz von ursprünglich britischen Agenten, die mit den Werken von Marx und Engels versehen waren und als Kommunisten auftraten.

Die Theorien von Marx und Engels waren keine Gefahr für England oder den Kapitalismus. Liberale Ideen in Russland hätten dagegen das Empire durch den Aufstieg eines russischen Kapitalismus bedrohen können. Eine totalitäre Parteidiktatur von “Marxisten” im Namen des Proletariats würde Russland rückständig halten und vor allem von Westeuropa isolieren. Nichts fürchtete England mehr als eine Allianz von Frankreich oder gar Deutschland mit einem liberalen russischen Kapitalismus.

Die Ochrana, der russische Geheimdienst, betrieb sogar selber einen „legalen Marxismus“ in Russland, weil der Zar die Anschläge von Anarchisten fürchtete und nicht die Wertformanalyse.

„Schon während der 1880er Jahre riet ein Agent der Geheimpolizei seinen Vorgesetzten dazu, den Aufbau der marxistischen Kräfte als Gegenstück zu den gefährlicheren Volkstümlern zu erlauben. Da die meisten marxistischen Schriften irgendwie die Volkstümelei in Mißkredit brachten, vermuteten die Beamten, sie würden dabei helfen, die wichtigere Ideologie des Widerstands auszurotten. Von den Marxisten selbst erwartete die Regierung keine Probleme. In typischer Weise äußerte ein Polizeioberst aus Nischni Nowgorod die Meinung, daß sie „zur Zeit nicht gefährlich sind“; und ein Petersburger Staatsanwalt betrachtete sie als „bislang bloß Theoretiker“. (Wikipedia)

Dass der Zarismus einmal in einem Weltkrieg seine Machtbasis verliert, Deutschland mit Waffen und Geld die ihm einen schnellen Friedensschluss versprechenden marxistischen Revolutionäre fördert und England wie die USA aus geopolitischen Gründen ebenfalls den marxistischen Revolutionären die Herrschaft über Russland zuspielen werden, konnte vermutlich am Zarenhof niemand vorhersehen.

Russland verschwand mit der Parteidiktatur der Marxisten unter einer Käseglocke, wie später auch China, politisch isoliert von Deutschland und Frankreich und wenig attraktiv und effizient. Mit dem Hinweis auf die Zustände in Russland unter Stalin und China unter Mao konnte man jede Kritik am Kapitalismus in den USA oder Westeuropa ersticken.

Fast war es von Anfang an so geplant gewesen, seit Karl Marx in England als Mitstreiter des David Urquhart eigentlich gar ein Agent der britischen Krone wurde und gegen die von Russland ausgehenden Gefahren schrieb. David Urquhart, heute fast nur noch als der Mann bekannt, der in England die türkischen Bäder eingeführt hat, war bis zum Tod des Prinzregenten Albert 1861 der britischen Krone und deren politischen Umtrieben eng verpflichtet.

Die Schriften von Marx über die angeblichen Verbindungen des Lord Palmerston mit dem Zaren (The Story of the Life of Lord Palmerston) wurden bald vergessen, aber seine dicken Bücher über die Arbeitswerttheorie und die Dialektik und dergleichen mehr blieben für die in Russland unterhaltenen Agentennetze der Briten wie der Deutschen und der Österreicher weiter brauchbar, weil von den dicken Schwarten sonst wenig zu befürchten war. Die Ideen der russischen Anarchisten hätten auch deutsche Kaiser, britische Könige und selbst US-amerikanische Plutokraten und Gangsterkapitalisten bedroht – die gesammelten Werke von Marx und Engels waren und sind keine Gefahr.

Die Parole der Weltrevolution des Proletariats klang schauerlich in den Ohren aller Kleinbürger. Adel und Großkapital aber lachten über die gute Tarnung ihrer Agenten.

Weiterlesen: http://www.wolfgang-waldner.com/der-marx-engels-schwindel/

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6 Kommentare

  1. Moses Mordehai Marx-Levi alias Karl Marx als Enkel von zwei Rabbinern, aufgewachsen mit dem Vater, der Christentum annahm, um Juristerei auszuüben, hatte dann angeblich doch nicht so viel Ahnung vom Judentum, so dass er Kapitalismus mit Judentum vermischte. Er wollte als Jude assimiliert werden. Schliesslich diese Art von weltlichen Juden wurden begrüßt von den strengen und global agirenden Rabbies und Globalisten, die dadurch die Machtausweitung im wachsenden brutalen Kapitalismus gesucht haben. Uns so haben sie auch die linke Bewegung geschickt kanalisiert.
    https://de.sott.net/image/s11/236331/full/karl_marx_wall_street.jpg

    https://www.youtube.com/watch?v=m836Z1CKCdg

  2. “Dass die aus Politik und Wissenschaft bekannten zeitgenössischen Vertreter des Marxismus bis heute den preußischen Regierungsagenten Karl Marx und seinen Mitstreiter Friedrich Engels noch nicht durchschaut haben wollen, liegt einfach daran, dass …”

    … dieser Herr wohl kein preußischer Regierungsagent war. Auch wenn er mit Jenny von Westphalen den Bund der Ehe geschlossen hat. Preußen war ja auch die Hochburg des Falschgeldsystems und Rothschild natürlich waschechter Preuße. Wie konnte ich Dummerle das nur vergessen?

  3. Ich habe mich als junger Student einfangen lassen und zehn Jahre meines Lebens mit Kapital-Studium und vermeintlich abgeleiteten Fragestellungen zur weiteren Ausarbeitung des ‘wissenschaftlichen Sozialismus’ verbracht, ehrfurchtsvoll aufblickend zu unseren Großköpfen, im stolzen Gefühl eines anerkannten Mitglieds einer selbsternannten Avantgarde.

    Ich lernte Disziplin, rücksichtslose Kritik und die Erarbeitung eines Verständnissen von Wissenschaft in der Gruppenarbeit, was für mich bis heute ein durchaus brauchbares Rüstzeug darstellt.

    Daß etwas Grundlegendes nicht stimmte realisierte ich durch die Auflösungserscheinungen angesicht theoretischer und praktischer Sackgassen und später durch die Vermeidung einer grundsätzlichen Kritik des Geldsystems durch die Linke und deren Reduzierung auf ein Umverteilungsproblem.

    Aber erst während des letzten Jahrzehnts dämmerte mir das ungeheure Ausmaß dieser historischen Verarschung …

  4. Eine Sternstunde der Aufklärung. – Danke, Politaia, für das Aufgreifen dieser Geschichtslüge.

    Sich mal folgende u.ä. Fragen stellen [vor allem Wolfgang Waldner nachlesen; es kostet nur eine halbe Stunde Lebenszeit], sich die Antworten gleich dazu geben, und dann sieht Marx’ Wirken schon ganz anders aus.

    – Warum ist Marx’ zentrales Werk Das Kapital derart umfangreich, umständlich formuliert u. für die meisten Leser ermüdend u. daher abstossend?

    Antw.: Die Arbeiter (an die es sich ja richtete) sollten es gar nicht lesen und zu verstehen suchen.

    – Warum ist “Das Kapital” in rd. 150 Jahren überhaupt nur von einer Minderheit selbst unter den Kommunisten, Parteifunktionären u. sozialistischen Idealisten je gelesen u. sicher verstanden worden?

    Antw.: Die zentralen u. wichtigsten Aussagen Marx’, der schliesslich einer Bewegung seinen Namen gab, sollten das sog. Wissen nur einer relativ kl. Gruppe von echten “Kennern”, Theoretikern, Ideologen u. Funktionären bleiben. An diese sollte die Masse der Arbeiter u. die untere Funktionärsebene sich wenden, jenen sollte ob ihrer besseren Kenntnisse vertraut werden, und die Masse sollte sich leiten u. führen lassen [= “Herrschaftswissen”]. Für die theoretische Auseinandersetzung mit Zweiflern entstand das Verfahren, den Kritiker einfach abzubügeln mit dem Hinweis, er habe Marx ja gar nicht gelesen u. könne deshalb auch nicht mitreden.

    – Warum hat der bürgerlich-kapitalistische Staat keine Anstalten gemacht, seinen angeblichen schärfsten Kritiker u. den einflussreichsten Denker wider die im Kapitalismus herrschende Klasse (Marx) umgehend zu beseitigen, was zweifellos leicht möglich gewesen wäre. – Warum sind Marx, Engels u. fast alle gleichgerichteten Theoretiker ihrer Zeit friedlich im Bett gestorben?

    Antw.: Weil die Geschichte von dem unbedingten u. entscheidenden Antagonisten der bürgerlichen Gesellschaftsordnung (Marxismus versus Kapitalismus) so nicht stimmen kann. Beider angeblich so unversöhnliche Gegensatz fusst wesentlich auf derselben Geschichtsschreibung, die uns auch die übrige Geschichte erzählt. Von der wissen wir heute, das sie eine Herrschaftsgeschichtsschreibung ist, die uns nie u. nimmer objektiv informieren sondern desinformieren soll. Es sind die herrschenden Eliten, die die Geschichte schreiben u. sie in Schulen, Medien, Parlamenten überall vermitteln. Zu dieser Geschichtsschreibung zählt auch die überlieferte Geschichte von Marx u. des Kommunismus. Die nächsten Fragen klären auf, was genau ich damit anspreche. ->

    – Warum ist Marx schon zu Leb- u. Wirkzeiten in vielen kapitalistischen Ländern häufig rezensiert u. dadurch bekanntgemacht worden, und warum sind seine Theorie u. Schriften in den bürgerlichen Medien auch heute noch populär. Warum konnten seine Schriften hierzulande fast immer offiziell verlegt werden, und warum waren sie frei verkäuflich. Warum gab es noch in den 80er Jahren an westdeutschen Universitäten Marx-Seminare, warum gab die ‘kapitalistische’ BR Deutschland eine Gedenkmünze zu Ehren Marx u. eine Briefmarke zu Ehren von Engels’ heraus uvm. Ist das aus Sicht des (kapitalistischen) Klassenfeinds wirklich ein angemessenes Verhalten um einen Todfeind zu bekämpfen?

    Antw.: Vieles deutet darauf, dass Marx’ u. seine Lehre von den Eliten u. Regierenden im real existierenden Kapitalismus protégiert worden ist. Dies erklärt auch das verhältnismässig grosse Verständnis, das den Verbrechen der Lenin, Trotzki, Stalin, Mao u.a. [vgl. Stéphane Courtois, Nicolas Werth u.a., Das Schwarzbuch des Kommunismus, 2 Bände] bis heute entgegengebracht wird u. dazu geführt hat, auch dieses schaurige Kapitel aus der Verbrechensgeschichte der Menschheit den Nachkommen zur Mahnung niemals wirklich aufzuarbeiten.

    – Wodurch ist die angebliche Wissenschaftlichkeit der Theorie Marx’ für jeden Laien als Scheinwissenschaft erkennbar?

    Antw.: Weil schon Marx’ zentrale Theorie über das eigentliche Wesen des Kapitalismus nicht zutrifft. Die von ihm behauptete Planlosigkeit u. immanente Krisenhaftigkeit der kapitalistischen Wirtschaftsweise als “gesetzmässig“, was die herrschende Klasse endlich nicht mehr kontrollieren könne u. sie reif für die Ablösung durch die Arbeiterklasse machen werde, besteht offenbar gar nicht. Die mächtigsten Unternehmen der Weltwirtschaft haben nie die Eigentümer gewechselt, es gibt in den Kreisen eine personelle Kontinuität u. familiäre Tradition, die kaum noch auf Zufall beruhen kann und von Marx’ Theorie der “freien Konkurrenz” u. “Anarchie der Produktion” nicht gedeckt ist. ‘Das Kapital’ scheint auf Kommandostrukturen zu beruhen, und diese Kommandostrukturen bewirken geregelte Nationalwirtschaften, globale Zusammenarbeit, “Krisen” u. verfügen dabei Steuerungsmechanismen, die selbst nach Weltkriegen u.a. grossen Kriegen griffen, die angerichteten Zerstörungen binnen kurzer Zeit beseitigten u. zu noch mehr “Wachstum” führten. Es gab jedes Mal Gewinner aus denselben Kreisen, die aus allen “Krisen” gestärkt hervorgegangen sind u. nunmehr weltweit herrschen.

  5. Seit Menschengedenken hat es in allen Kulturen, besondere Individuen gegeben, die das Volk im Bestreben nach Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlstand mehr oder weniger erfolgreich versucht haben, im Sinne der Obrigkeit zu indoktrinieren und sich dabei der Tarnung des Protestes, des Widerstandes, der Opposition und des Klassenkampfes bedienten. “Drei Silberlinge” schienen schon immer “wertvoller” als Wahrheit, Ehre und Gerechtigkeit.

    Ist es heute etwa anders?

    Es scheint mir, dass 80Mio. “Deutsche”, 80Mio. Meinungen haben, die in Parteien, Organisationen, Vereinen, Petitionen, Blogs und den heute so sehr beliebten “Reichsbürgerbewegungen” von “Gelber Schein” bis “Gemeindereaktivierung” aufgefangen und gleichsam einem Regenfallrohr in den Boden “versickert”, oder in einer entfernten “Klärgrube” mit sonstigen Fäkalien gesammelt und entsorgt werden.

    Eine wirkliche Hilfe scheint offensichtlich auch nicht eine einzige Organisation auf deutschem Boden dem Einzelnen bieten zu können, der in naiver Gläubigkeit der Abwendung seiner OWiG-Verurteilung, seiner GEZ-Zahlungspflicht, seiner Zwangsversteigerung und Zwangsräumung usw. zu entgehen sucht, oder für sich das verbriefte Recht in Anspruch nimmt nach §20 Abs.4 Grundgesetz in “Selbstjustiz” handeln zu wollen.

    Da werden durch hochkarätige Journalisten und “Aufklärer” bspw. von Andreas Claus, über Andreas Popp bis Heiko Schrang, aber auch durch weniger bekannte Blogbetreiber, wie bspw. Detlef Schäbel, Matthias Weidner und Reiner Oberüber die Schwächen des “Systems” aufgezeigt, analysiert, was zur Ablösung des herrschenden Systems getan werden sollte, das Volk durch “topnewsaktuell” animiert, die eigene (erfolglose) Handlungsweise des Widerstandes zu offenbaren, um diese Menschen dann “einfach im Regen stehen zu lassen”, wenn keine schlimmeren Machenschaften, wie im Falle der Car-Genossenschaft durch die “Denunziation” in GoMoPa oder Cafe4Eck erfolgen und noch schlimmere unterstellt werden dürfen.

    Da werden “Erfolge” von “Prozessbeobachtern” gefeiert, wenn in einem ersten anberaumten Zwangsversteigerungsprozess, dieser durch einen vermeintlich entnervten “Richter” schliesslich beendet wird, weil dieser sich “affenartigem Gebrüll” der Prozessbeobachter nicht weiter aussetzen will.
    Zum letzten und wichtigsten dritten ZV-Termin, in dem der Zuschlag endgültig erteilt wird, aber keine “einzige Sau” mehr erscheint und der Aufruf, zunächst vollmundig im Blog angekündigt, unter dem Müll zahlreicher unbedeutender und absolut unwichtiger Beiträge im Archiv verschwindet und die Immobilie zum “Schnäppchenpreis” dem Eigentümer für immer geplündert wird.

    Dass es durchaus Möglichkeiten gäbe, gerade im letzten ZV-Termin, eine Immobilie für den Betroffenen noch zu retten, verbietet die Doktrin der endgültigen Vernichtung und vollständigen Plünderung des deutschen Volkes, dem sich leider die meisten Blogs in subversiver Weise verpflichtet haben und (dewegen?) nicht mal eine Kommentarfunktion bieten, ihren angeblichen Protest gegen die herrschende Willkür durch “des Volkes Stimme” verlauten zu lassen?
    Ganz zu schweigen von der ausgeübten Zensur, indem die Kommentare einfach nicht veröffentlicht werden.

    Darf gefragt werden, wie lange POLITAIA die freie Meinungsäusserung und Zensurfreiheit (noch) durchhält?
    Ich hoffe, dass dieser Blog hier der letzte ist, dem die Lichter ausgeschaltet werden. Die übrigen Blogs sind leider trotz ihrer “Leuchtfarbe” keine “Leuchtfeuer” mehr und nur noch die ausgehenden “Irrlichter” und Rauchfähnchen gleichsam einer ausgeblasenen Kerze.

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