Der saudische Bock wird zum Menschenrechtsgärtner

Die Spannungen steigen, während der neue Saudi-Prinz die Führung übernimmt
Thierry Meyssan: Saudi-Arabien vor dem Zusammenbruch

Saudi-Arabien wird den Vorsitz der internationalen Standards der Menschenrechte übernehmen

Die für die Ernennung von hohen Beamten verantwortliche Gruppe der Vereinten Nationen, die die internationalen Menschenrechtsstandards festlegt, wird ab 21. September 2015 von Saudi-Arabien präsidiert.

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man schallend lachen. Verkehrte Welt: Massenmörder und kriminelle Nichtregierungsorganisationen (NGOs), wie die EUdSSR, erhalten Friedensnobelpreise, und Saudi-Arabien, der wahhabitische Terrorsponsor von Londons Gnaden, wird den Vorsitz der internationalen Standarts der Menschenrechte übernehmen.

Die saudische Regierung ist ein absolutistisches, diktatorisches Regime. In diesem Land gibt es keine Parteien und keine freie Presse. Das saudische Beratungsparlament ist nicht vom Volk gewählt und hat eine formelle Rolle. Andererseits hat die saudische Regierung eine Stammesstruktur, die von fanatischen wahhabitischen Gedanken beeinflusst wird.

Der bekannte amerikanische Journalist Wayne Madsen äußerte in einem Interview im Dezember 2010 folgendes:

“Die Sauds und die Bin Ladens waren enge Verbündete der Bush-Familie, die alles in dem 9/11-Angriff zu gewinnen hatte. Die einzige Möglichkeit, die Rolle der Saud-Familie offenzulegen ist, dass ein saudischer Informant an die Öffentlichkeit tritt; aber das wird möglicherweise erst nach dem unvermeidlichen Sturz der saudischen Monarchie der Fall sein. Wie viele Saudis wissen, marschiert die Saud-Familie nicht nur im Gleichschritt mit den Amerikanern und Israelis, sondern ihre Mitglieder sind auch die Nachfahren einer jüdischen Kaufmannsfamilie , die ursprünglich im heutigen Kuwait lebte. Wahhabismus dient in der Tat den Interessen des zionistischen Israel, die beide Extremismus und Sektierertum betonen, was den Nahen Osten in ständiger Unruhe hält und die Herrschaft der wahhabitischen Sauds und der Zionisten erweitert.”

Der ehemalige US-Botschafter im besetzten Palästina und Leiter der ausländischen Abteilung der Brookings Institution, Martin Indyk, schrieb im April 2011  in einem Artikel in der Zeitung Washington Post: „Die derzeitige Regierung von Saudi-Arabien stellt eine Nachahmung der diktatorischen Regierungen im 15. Jahrhundert dar, die keine Chance hat, im 21. Jahrhundert fortzubestehen. Aus diesem Grunde wird sie bei der Konfrontation mit den heutigen Aufständen im Mittleren Osten vollständig zugrunde gehen.“

Die Politik des Regimes ist durch staatlichen Terror bestimmt, und die Freiheit wird unterdrückt. Die staatliche Gewalt wird ausschließlich von der Monarchie Al Saud und Mitgliedern der königlichen Familie ausgeübt. Die ganze königliche Familie herrscht despotisch.  Demokratische Institutionen sind streng verboten. Die Staatsverfassung gewährt den einfachen Bürgern und den Einwanderern keinerlei Rechte. Besonders die Frauen werden ausgegrenzt und unterdrückt. Politische Parteien und Wahlen sind verboten. Der König ernennt einen Ministerrat, der aus einem Premierminister, seinem ersten und zweiten Stellvertreter, 20 Ministern, verschiedenen Beratern und den Vorsitzenden größerer autonomer Organisationen besteht.

Das Königreich ist in 13 Provinzen unterteilt, deren Gouverneure der regierende Monarch ernennt. Sie sind entweder Prinzen oder enge Verwandte aus der königlichen Familie. 1993 wurde die Amtszeit der Minister auf vier Jahre beschränkt. 1997 wurde die Beratende Versammlung von 60 auf 90 Mitglieder aufgestockt. Die Medien werden streng kontrolliert. Die meisten Websites sind geblockt. Die Staatsreligion des Königreichs ist der Islam. Andere Religionen sind verboten. Abweichler werden ohne Vorwarnung verhaftet und eingesperrt. Politische Kritiker, Blogger, Wissenschaftler, ausländische Staatsangehörige und Aktivisten mit humanitären Anliegen sind besonders gefährdet. Nach Feststellungen des saudischen Journalisten Khaled al-Harbi nimmt das Königreich jährlich mehr als 400 Milliarden Dollar ein. Die Einnahmen schwanken mit den Ölpreisen. Das Jahreseinkommen eines saudischen Normalbürgers beträgt im Durchschnitt 400 Dollar. Nach Aussage Al-Harbis leben 60 Prozent der Bevölkerung in Armut.

Nach offiziellen Angaben der Beratenden Versammlungder Schura – gelten nur 22 Prozent der saudischen Bevölkerung – das sind rund drei Millionen Menschen – als arm. Nimmt man die Eingewanderten und die Gastarbeiter dazu, dürfte Al-Harbi richtig liegen. Die Einkommensunterschiede zwischen Reichen und Armen sind riesengroß. Die Einkommensverteilung hängt von der Willkür der königlichen Familie ab. Sie und die privilegierten Eliten stecken den größten Teil der Staatseinnahmen ein. Viele Saudis müssen betteln gehen, und den Einwanderern und Gastarbeitern geht es noch schlechter. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, wird aber offiziell verschleiert. Etwa zwei Drittel der 26 Millionen Einwohner des Königreichs sind jung. Rund 40 Prozent der 20- bis 24-Jährigen haben keine Jobs. Auch gut ausgebildete junge Saudis sind arbeitslos – und die meisten Frauen. Etwa 80 Prozent der Arbeiter sind Ausländer und stammen überwiegend aus Nachbarländern. Sie haben keinerlei Rechte und arbeiten für einen Hungerlohn. Saudische Bürger bleiben von einfachen Arbeiten ausgeschlossen. Die Bewohner des Königreichs sind größtenteils Sunniten. Die schiitische Minderheit wird ausgegrenzt und verfolgt. Deshalb bestehen besonders in den östlichen Provinzen tief eingewurzelte soziale Spannungen. Ausgerechnet dort befinden sich aber 90 Prozent der bekannten Ölreserven.

Ständig kommt es zu schweren Menschenrechtsverletzungen; neben der extremen Ungerechtigkeit sind vor allem willkürliche Verhaftungen, Isolationshaft, Folter und andere körperliche Misshandlungen wie öffentliche Auspeitschungen und Hinrichtungen zu nennen. Das saudische Königreich ist geprägt durch einen radikalen sunnitischen Wahhabismus, durch Korruption, Mangel an Transparenz, Gewalt gegen Frauen, Menschenhandel und Unfreiheit.

Als Wahhabiten werden die Anhänger einer puristisch-traditionalistischen Richtung des sunnitischen Islams bezeichnet, die der hanbalitischen Rechtsschule folgen. Die Bewegung gründet sich auf die Lehren Muhammad ibn Abd al-Wahhabs. Die Wahhabiten lehnen den Sufismus und auch alle Formen des schiitischen Islams ab.

Muhammad ibn Abd al-Wahhab begann seine Missionierung 1731. Es gelang ihm, den Emir von Diraja, Muhammad ibn Saud, und dessen Sohn Abd al-Aziz für seine Lehren zu gewinnen. Die Saudis verfolgten das Ziel, die Einigung der Stämme Arabiens auf der Grundlage des wahhabitischen Glaubens unter ihrer Oberhoheit gewaltsam herbeizuführen. Nadschd mit zugehörigen Provinzen

1744 kam es zum Abschluss eines Vertrages, mit dem sich Abd al-Wahhab die religiöse und Ibn Saud die militärische Führung im „Heiligen Krieg“ der Wahhabiten teilten. Bis 1786 eroberten die Saudis den gesamten Nadschd und begründeten damit das erste Reich der Saud-Dynastie. Der Nadschd stand damals nur theoretisch unter osmanischer Oberherrschaft, tatsächlich hatten die Osmanen im Nadschd keinerlei Macht. Muhammad ibn Abd al-Wahhab gewann durch die Eroberungen der Āl-Saud und durch Missionierung immer mehr Zulauf.

Die Anhänger Ibn Abd al-Wahhabs nehmen für sich in Anspruch, die islamische Lehre authentisch zu vertreten(Auszüge aus wikipedia).

Faisal bin Hassan Trad
Der sympatische junge Mann links ist Faisal bin Hassan Trad. Zu gerne möchte man sich mit ihm bei einem kühlen Bier über die Menschenrechte unterhalten.

Was hat die korrupte UN bewogen hat, Faisal bin Hassan Trad (Saudi-Arabiens Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf) zum neuen Vorsitzenden des UN-Menschenrechtsrats zu wählen? Vermutlich senden uns die Oligarchen, welche die UN-Weltregierung steuern, eine Botschaft:  “Wir scheißen auf Eure Menschenrechte!”

Erst vor kurzem hat Saudi-Arabien eine Stellenausschreibung für acht neue Henker veröffentlicht.
Quellen:

http://www.voltairenet.org/article188783.html

http://www.politaia.org/iran/saudi-arabiens-ein-werkkzeug-des-zionismus/

http://www.politaia.org/terror/es-brodelt-im-saudischen-feudalstaat/

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