Der Schwindel um die “Letalitätsraten” beim Corona-Virus

Das Corona-Virus ist weiterhin auch den Statistikern ein Rätsel. Eine der entscheidenden Fragen bei der Beurteilung der künftigen Entwicklung ist nicht die sogenannte “Herden-Immunität”, die bei 60 % bis 70 % liegen soll (dann werden sich die Menschen weitgehend nicht mehr gegenseitig anstecken). Die wichtigste Frage im Zusammenhang mit den statistischen Erwartungen ist die Letalitätsrate – d. h. die Sterblichkeit am Corona-Virus. In diesem Zusammenhang werden aktuell wieder falsche Daten weitergereicht – und falsche Informationen.

0,5 %, 0,6 %?

In New York gab es jetzt eine sogenannte “Studie”, die unterstellte, 20 % der Menschen in der Stadt seien am Virus erkrankt. Das bedeutet bei ungefähr 8,5 Millionen Einwohnern, es wären 1,7 Millionen Menschen erkrankt. 11.000 sind bis dato verstorben. Damit wäre die Letalitätsrate ungefähr bei 0,6 % bis 0,7 % anzusiedeln. Von vornherein hatten Virologen eine Letalitätsrate von 0,3 % bis 0,8 % angenommen.

Bestätigen die Zahlen die Annahmen? Nein.

Es fängt mit der Annahme an, 20 % hätten die Krankheit. Niemand kann auf Basis der aktuellen Tests überhaupt annähernd sagen, wie hoch die Dunkelziffer ist. Weder in New York, noch in China oder in Europa. Die Anti-Körper-Tests sind zu unzuverlässig, die Daten teils zu alt und oft auch nicht repräsentativ (in New York wurden sie angeblich im Supermarkt erhoben – also “Hot spots”). Damit fehlt es schon an der Genauigkeit der Eingangsdaten. Auch die Ausgangsdaten sind zweifelhaft. Niemand weiß, wie viele Menschen auf den Straßen an dem Virus verstorben sein könnten, wie viele in Haushalten, ohne dass dies erkannt worden ist und wie viele Menschen umgekehrt wg. der Vorerkrankungen tatsächlich innerhalb kurzer Zeit ohnehin verstorben wären. Es dürfte Jahre dauern, bis es Studien gibt, die relativ zuverlässig unabhängig von ganz spezifischen Bedingungen Klarheit darüber bringen, wie hoch diese Daten sind.

Das bedeutet schlicht: Wir wissen noch immer nicht, ob es eine über längere Zeit deutliche “Übersterblichkeit” geben wird. Unter anderem wissen wir auch nicht, ob und wann das Virus verschwindet. Dies kann eine gute Nachricht sein, es kann allerdings auch eine schlechte Nachricht darstellen. Eine Letalitätsrate von 0,5 % würde bei nur 40 Millionen Erkrankten (Durchseuchung bei uns 50 %) immerhin 100.000 Todesfälle ausmachen. Weder Panikmache noch absolute Beruhigung sind derzeit statistisch zu begründen.

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