Der traurige Rekord von EZB-Draghi: Der einzige Präsident, der Zinsen nie anhob

www.shutterstock.com, Alexandros Michailidis, 1241033821

Mario Draghi hat mit der jüngsten Sitzung der EZB, der Europäischen Zentralbank, einen bemerkenswerten Rekord aufgestellt. Der Präsident der EZB wird 2019 nach acht Jahren aus seinem Amt ausscheiden. Die Bilanz ist nach Meinung von Beobachtern verheerend. Er dürfte als einziger Präsident in die Geschichte eingehen, der in seiner Amtszeit die Zinsen nicht einmal angehoben hat. Für den früheren „Goldman Sachs“-Bankier ist diese Auszeichnung wenig schmeichelhaft.

Draghi entwertet den Euro

Die Niedrigzinspolitik hat ohnehin schon Rekordstimmung ausgelöst. Banken müssen inzwischen für ihre Einlagen bei der Notenbank Geld zahlen. Damit sind die Kredite der Geschäftsbanken – sichtbar an Immobilien-Darlehen – sehr günstig geworden. Die Banken müssen ihr Geld sozusagen an den Mann bringen.

Genau hierin liegt auch der Kern des Problems: Niedrige Zinsen und damit einhergehend günstige Kredite produzieren Geld. Kredite stellen per Definition eine Erweiterung der Geldmenge dar. Die Geldmenge wird durch niedrige Zinsen also künstlich – und nicht marktgerecht – aufgebläht. Dass Mario Draghi in seiner Amtszeit die Zinsen auf Basis der ohnehin schon niedrigen Zinsen nicht erhöht hat, grenzt daher an eine „Enteignung“, so die Meinung der Kritiker. Denn die steigende Geldmenge wurde genutzt, um zusätzlich eine Erhöhung der Staatsschulden innerhalb der EU zu ermöglichen.

Steigende Staatsschulden wiederum sind dann wahrscheinlich, wenn die Zinsen künstlich niedrig gehalten werden. Ansonsten könnten gerade Staaten wie Italien sich kaum noch finanzieren, so die Kritik der Beobachter. Hier schließt sich der Kreis: Mario Draghi hat zu Lasten der künftigen Nutzer des Euros die Zinsen künstlich niedrig gehalten und trotz drängender Probleme des Euros keine einzige Zinserhöhung durchgeführt.

Fraglich ist am Ende, warum er diesen Rekord aufgestellt hat. Wohlmeinende Kritiker sind der Auffassung, damit habe er die Euro-Zone retten wollen. Bösmeinende Kritiker meinen, er sei angetreten, um den Euro zu zerstören.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen