Der unsinnige „Spekulanten“-Verdacht bei der Energiewende: Tragische Erkenntnisse

www.shutterstock.com, Alexandros Michailidis, 1182560566

In der jüngsten „Berichterstattung“ zum Thema Energieversorgung schleichen sich erneut hanebüchene Ungenauigkeiten ein, die in Deutschland das Thema ohnehin begleiten. Es geht um die Sicherheit der Energieversorgung, die nach Stromausfällen in Südamerika hier – endlich – wieder in Frage gestellt wird. Dass es gelegentlich Ausfälle, Minderlieferungen und Probleme gibt, schiebt aber der Mainstream, hier der „Spiegel“, „Spekulanten“ in die Schuhe.

Energiespekulation relativ nutzlos

So, wie die Stromversorgung in Deutschland organisiert ist, hängt die Energieversorgung nicht davon ab, ob ein Anbieter spekulativ Strom zurückhält oder bei Engpässen nicht liefern möchte. Ein „Markt“, so etwa ein sehr starker Kommentar in „Tichys Einblick“, liege nicht vor. In einem Markt wird ein Anbieter liefern, wenn es eine Nachfrage gibt. Mit etwas Glück kann ein Anbieter auch versuchen, bei einem reichlich vorhandenen Angebot Nachfrage zu erzeugen. Vielleicht per Werbung.

In Deutschland wird der Energie“markt“ anders gehandhabt: Anbieter regenerativer Energien, Wind und Sonne, können abhängig von den Randbedingungen Energie liefern und verlangen mehr oder weniger, dass der Bedarf sich dann auch einstellt. Das „entscheidende Maß dafür, ob genügend Strom produziert wird“, ist die Netzfrequenz, heißt es. Die Erzeuger und Verbraucher würden europaweit im Gleichklang von 50 Hertz „takten“. Sobald diese Frequenz also sinkt, und sei es auch nur um einen Bruchteil, dann würde direkt Strommangel herrschen. Die Netzbetreiber müssen dann versuchen, die weitere Stromzufuhr sicherzustellen oder Verbraucher vom Netz zu nehmen.

Es ist also nicht damit getan, etwa tagsüber viel Sonnenenergie zu produzieren, sondern diese Energie muss dann auch irgendwo verbraucht werden. Das geschieht heute im Ausland. Dort wird die Energie abgenommen, da die Produzenten dann gegen eine entsprechende Zahlung bereit seien, ihre Produktion einzudämmen. Umgekehrt liefern diese Produzenten dann Energie, wenn bei uns keine bereitgestellt wird. Dieser Austausch sorgt am Ende dafür, so die Behauptung hier, dass die Strompreise so hoch seien.

Ohnehin sei der Transport von Energie als „elektrische Energie“ unvergleichlich teuer. Öl, Gas und Kohle sei günstiger. Dementsprechend das vernichtende Urteil: Die Energiewende sei teuer und würde die Hauptregel zerstören – Strom muss zum richtigen Zeitpunkt geliefert werden. Ansonsten ist die Energieversorgung gefährdet. Und genau dies passiert bei uns. Hier finden Sie alle Hintergründe dazu….

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen