Der verschwitzte Bilderberger

Bilderberger-Popanz* Steinbrück hatte Teile seiner Nebeneinkünfte in der vergangenen Woche offengelegt und erklärt, er habe seit 2010 1,6 Millionen Euro an Vortragshonoraren eingenommen. Wie viel er mit seinen Büchern, seinen Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und mit Interviews verdiente, wollte er – sicher aus guten Gründen – nicht angeben. Alleine die Bücherverdienste sollen mit knapp einer halben Million zu Buche schlagen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Da fallen die Bezüge für sein Abgeordnetenmandat schon gar nicht mehr ins Gewicht.

Darüber hinaus hatte der mehr wort- als geistesgewaltige Agent der Globalisten schon wieder etwas “verschwitzt”, nachdem er schon zwei seiner 89 Vorträge verschwitzt hatte, die er seit 2010 gehalten hatte. Für seine Teilnahme am “Atriumtalk” der klammen Stadtwerke Bochum im November 2011 hatte Steinbrück ein Honorar von 25.000 Euro erhalten. Nach Darstellung der Stadtwerke war vereinbart, dass dieses Geld gespendet werden soll, an eine von Steinbrück “zu benennende Stiftung oder karitative Einrichtung”. Der Vorwurf der Stadtwerke Bochum bedeutet Unterschlagung: Die gezahlte Summe sei nicht für den Redner bestimmt gewesen, sondern sollte gespendet werden. Aber das hatte Steinbrück “verschwitzt”; das Qualitätsmedium NTV hat vollstes Verständnis dafür:

Er habe das “verschwitzt”, sagt er. Das zu glauben, fällt nicht schwer. Der Mann hat hunderte Termine und 16-Stunden-Tage….

Bislang ist Steinbrück also – bis auf die beiden versäumten Angaben – nichts vorzuwerfen. Das ist die freie Marktwirtschaft. Wenn Unternehmen bereit sind, für einen Vortrag tausende Euro hinzublättern – verboten ist das nicht. Dass der gerne von Banken gebuchte Steinbrück sich abhängig macht von seinen Auftraggebern, ist bisher allenfalls eine Spekulation. Eigentlich aber kann man sicher sein: Der knallharte echte Lobbyismus, die richtige Beeinflussung findet wohl kaum auf diese letztlich doch recht öffentliche Art und Weise statt.

Tausendsassa Peer

Das heißt, dass der “knallharte echte Lobbyismus” in der “freien Marktwirtschaft” noch mehr bringt. Zum Beispiel Vorstandsposten nach dem Ausscheiden aus der Politik, wie es Parteifreund Gerd und andere schon vorgemacht haben. Aber zuerst muss Steinbrück noch die Ochsentour im Bundeskanzleramt absolvieren.

Natürlich hat Steinbrück hunderte Termine und oft einen 16-Stunden-Tag. Eben weil er soviele Vorträge hält und in so vielen Aufsichtsräten hockt. Im Bundestag ist er jedenfalls noch nicht als Schwerstarbeiter aufgefallen. Aber da ist auch kaum was verdient. Jedenfalls nach Maßstab unserer Volksveräter.

Steinbrück ist aber auch ein Tausendsassa. Er kennt sich sogar mit Küchen aus. So hielt er auch einen Vortrag im Rahmen der „Küchen-Kompetenz-Tage“ 2010 in der Weltmetropole Bad Neuenahr.

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*Der Begriff Popanz [‘po:pants] (aus ostmitteldeutsch popenz, wahrscheinlich von tschechisch bubák „Gespenst, Trugbild, Kobold“ oder von italienisch pupazzo („Marionette“) beschreibt eine nicht ernst zu nehmende Schreckgestalt oder veraltet eine Strohpuppe, beispielsweise eine Vogelscheuche. Abwertend wird damit etwas bezeichnet, „was aufgrund vermeintlicher Bedeutung, Wichtigkeit Furcht, Einschüchterung oder Ähnliches hervorruft oder hervorrufen soll“ oder eine Person, die „sich willenlos gebrauchen, alles mit sich machen lässt“[1] ,zugleich aber den Eindruck von Macht und Selbstbestimmtheit zu erwecken versucht. (http://de.wikipedia.org/wiki/Popanz)

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