Der „wahre“ Martin Schulz? Die SPD findet DIES nicht witzig

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Der „wahre“ Martin Schulz? Die SPD findet DIES nicht witzig

Am 17. Dezember hat der SPD-Bundesvorstand nach Meldung des Blogs „arbeitsunrecht.de“ eine Strafanzeige eingereicht. Es ging um Urkundenfälschung. Das Landeskriminalamt Berlin sowie die Kriminalpolizei in Köln ermittelten und ermitteln – weiterhin. Ein schwerer Fall? Ein „Martin Schulz“ hatte damals per Brief wissen lassen, die Hartz-IV-Gesetze reformieren zu wollen. Martin Schulz war zu jener Zeit zwar schon gescheiterter Kanzlerkandidat, aber als Parteivorsitzender noch Verhandlungsführer der SPD im Kampf um die GroKo.

Der „Wahre Martin Schulz“

Im Umfeld einer juristischen Auseinandersetzung um einen Betriebsratsvorsitzenden trat ein „Wahrer Martin Schulz“ auf. Der Darsteller soll laut Bericht der „Kölner Mietrebell Kalle Gerigk“ sein, der Fotos nach weitgehend authentisch wirkte.

Offenbar sind – zumindest lobt „arbeitsunrecht.de“ dies – viele Bürger sogar der Ansicht gewesen, hier handele es sich um den echten Ex-Kanzlerkandidaten. Der hatte wiederum per „Brief“ angeblich die Teilnahme an der Veranstaltung zugesagt. Diese Teilnahmezusage sei schnell als Satire zu identifizieren gewesen heißt es. Denn Schulz habe die „konsequente Revision der Hartz-Gesetze“ angekündigt.

Dies alleine nehmen Kritiker zum Anlass, die Kriminalisierung abzulehnen. Der echte Schulz hätte schon politisch diese Forderung niemals stellen können. Nun allerdings wird ermittelt, weil die SPD eine Strafanzeige gestellt hatte. Dementsprechend harscht fällt die Kritik am Bundesvorstand der SPD aus.

Eine größere Bühne kann dem Protest gegen die Politik der Partei hinsichtlich sozialer Eingriffe wohl kaum geboten werden. Schon jetzt tritt der „Wahre Martin Schulz“ bei mindestens einer weiteren Veranstaltung auf und darf gegen die Sozialdemokratie wettern. In Zeiten wie diesen wäre es für die SPD möglicherweise angebracht, solche gesellschaftlichen Beiträge, die keine Täuschungsabsicht, sondern Satire erkennen lassen, mit Humor aufzunehmen. Ansonsten verliert die Partei ggf. ihre letzten Wähler. Weniger als 20% sind es noch.

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